VW und Schering im Fokus
Dax wird freundlich erwartet

Nach festen Vorgaben der US-Börsen erwarten Händler zum Wochenschluss zunächst einen freundlichen Trend am deutschen Aktienmarkt, wobei die Titel von Volkswagen und Schering nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen im Mittelpunkt stehen dürften.

Reuters FRANKFURT. "VW ist die große Geschichte heute, die Zahlen liegen im Rahmen der Erwartungen", sagte ein Händler. VW teilte am Morgen mit, im ersten Halbjahr 2001 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert zu haben. Schering teilte ebenfalls einen Anstieg beim Umsatz und Ergebnis mit. Im Blick dürften auch die Titel der Dresdner Bank stehen. Nach Angaben aus Bankenkreisen will die Bank am Freitag wahrscheinlich eine Mitteilung zu einem geplanten Stellenabbau veröffentlichen.



Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.20 Uhr mit 5710 Punkten oder einem Plus von mehr als 0,6 %, nach einem Schluss von 5675 Zählern am Donnerstag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 5700 Punkten. Händler sagten, der Handel dürfte sich dem Trend der vergangenen Tage folgend bei sehr schwachen Umsätzen abspielen. Es werde trotz einigen negativen Unternehmensnachrichten aus den USA ein freundlicher Verlauf erwartet. Der Dax könne sich um die 5750 Zähler ins Wochenende verabschieden. Die Börsenvorgaben aus den USA waren positiv. Der Dow-Jones-Index 30 schloss 0,48 % im Plus auf 10 455,76 Punkten, der technologielastige Nasdaq-Index stieg um 1,96 % auf 2023,26 Punkte.

Der Volkswagen-Konzern teilte unter anderem mit, im ersten Halbjahr bei einem Umsatzanstieg nach deutscher HGB-Berechnung von 9,9 % auf 46,773 Mrd. Euro ein Vorsteuerergebnis von 1,5 Mrd. Euro erwirtschaftet zu haben, was einem Anstieg von 16,2 % entspricht. Der Reingewinn stieg um 30 % auf 833 Mill. Euro. Damit lag das Vorsteuerergebnis für das zweite Quartal nach Reuters-Berechnungen bei 805 Mill. Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nach HGB-Berechnung einen Vorsteuergewinn von 810 Mill. Euro prognostiziert. Auch für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres kündigte VW weitere Verbesserungen bei Umsatz und Ergebnis an.

Der Pharmakonzern Schering gab am Morgen bekannt, den Konzernumsatz im ersten Halbjahr um rund neun Prozent und den Gewinn in dem Zeitraum um 26 % gesteigert zu haben. Zudem haben die Gesellschaft ihre Gewinnprognose für 2001 erhöht. Börsianer sagten, die vorgelegten Bilanzdaten seien im Rahmen der Erwartungen von Analysten ausgefallen.

Die Dresdner Bank will nach einem Zeitungsbericht weltweit mehr als 1000 Mitarbeiter bei ihrer Investmentbanking-Tochter Dresdner Kleinwort Wasserstein (DKW) abbauen. Wie das "Handelsblatt" aus seiner Freitags unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, sollen die Aktivitäten in Japan weitesgehend eingestellt werden. Unklar sei noch die Lage für die Beschäftigten von DKW in London und Frankfurt. Weder die Dresdner Bank noch die Allianz wollten sich bislang zu dem Bericht äußern. Im Tagesverlauf wird nach Informationen aus Bankenkreisen eine Mitteilung zu dem möglichen Stellenabbau erwartet.

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