VW und Skoda schwächeln
VW-Konzern fällt auf dem Weltmarkt zurück

Volkswagen fällt zurück. Weltweit verringerte sich der Anteil des europäischen Marktführers an den Neuzulassungen in den ersten neun Monaten um 0,5 Punkte auf 11,9 Prozent.

HB/dpa WOLFSBURG. Der Vorsteuergewinn des Konzerns sackte um 20,1 Prozent auf 2,97 Milliarden Euro. Der Umsatz ging im gleichen Zeitraum um 1,5 Prozent auf 65,27 Milliarden Euro zurück. Bis zum Jahresende sieht der neue Vorstandschef Bernd Pischetsrieder keine Besserung. Er hält aber an seiner im Frühjahr gedrückten Prognose von 4 Milliarden Euro Vorsteuergewinn fest, wie Volkswagen am Mittwoch betonte.

Die Auslieferungen an Kunden fielen seit Jahresanfang um 3,6 Prozent auf 3,757 Millionen Fahrzeuge. Im dritten Quartal lag der Konzern bei 1,24 Millionen Fahrzeugen allerdings mit 0,3 Prozent im Plus.

Das operative Ergebnis beim VW-Konzern fiel im dritten Quartal um rund ein Drittel auf 1,18 Milliarden Euro. Gründe waren nach Angaben von VW-Sprecher Kurt Rippholz vor allem deutlich schlechtere Wechselkurse und hohe Investitionen in den Anlauf neuer Modelle. Insgesamt brach das Vorsteuerergebnis im dritten Quartal um 47,8 Prozent auf 711 Millionen Euro ein. Erklärt wird der Einbruch vor allem mit der rasanten Talfahrt der Aktienkurse: Fremde Aktien und Fondsanteile hätten mit 417 Millionen Euro wertberichtigt werden müssen. Die Börse reagierte verhalten. Am Vormittag legte die VW - Aktie, wie andere Autowerte auch, leicht zu.

In Westeuropa weiter Nummer eins

Vor allem die Marken VW und Skoda haben noch mit 4,2 Prozent (2,63 Millionen Autos im Zeitraum Januar bis September) Rückstände. Nutzfahrzeuge wurden 209 000 (-7,3 Prozent) ausgeliefert. Audi und Seat entwickelten sich mit 0,9 Prozent Rückstand (914 000 Autos) weniger schlecht. In Westeuropa blieb VW bei den Neuzulassungen zwar die Nummer Eins mit einem Anteil von 18,3 Prozent, musste aber auch hier 0,4 Punkte an die Konkurrenz abgeben. Konzernziel bleiben weiterhin knapp unter 5 Millionen Fahrzeuge.

Das Bruttoergebnis im Konzernbereich Automobile sei im Neunmonatszeitraum mit 9,89 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau gehalten worden, hieß es. Bessere Strukturen und positive Effekte aus Preismaßnahmen hätten den Absatzrückgang und gestiegene Kosten für die fortan zweijährige Gewährleistungspflicht ausgeglichen. Inzwischen seien die Lagerbestände auf einem Idealniveau, die Produktion der Marktlage angepasst. Zudem seien die Reaktionen auf den neuen Audi A8 und den Geländewagen Touareg sehr gut.

Zwischen Januar und September drosselte VW auf Grund der Absatzschwäche die weltweite Produktion um 4,5 Prozent auf 3,78 Millionen Einheiten. Betroffen waren vor allem die deutschen Werke mit einem Rückgang von 7 Prozent auf 1,34 Millionen Autos. Während zwischen Juli und September die Produktion im Ausland wieder um 9,2 Prozent auf 804 000 Einheiten hochgefahren wurde, ging sie im Inland um 5,8 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2001 auf 424 000 zurück.

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