W.O.M.-Aktie bricht ein
Luft am Neuen Markt ein wenig raus

Nach einem rasanten Höhenflug zur Wochenmitte scheint dem Neuen Markt ein wenig die Puste auszugehen. Kurz nach Handelsauftakt am Donnerstagmorgen drehte der Nemax 50 zeitweise sogar in die Verlustzone. Allerdings waren die Aufschläge moderat. Binnen weniger Minuten stand der Auswahlindex bei 1 329,15 Punkten - ein Plus von 0,15 %. Der All Share gewann 0,23 % auf 1 249,94 Zähler.

dpa-afx FRANKFURT. Bei W.O.M. World lief der Absatz von Produkten für die Minimal Invasive Chirurgie schlechter als erwartet. Deshalb hagelte es am Morgen eine Gewinn- und Umsatzwarnung für 2001. Das Unternehmen werde einen Umsatz von etwa 30 Millionen Euro erwirtschaften nach bisher geplanten 33,6. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde um die Hälfte auf 1 Million Euro einbrechen. Wie bisher rechnet W.O.M. für 2002 mit einer Umsatzsteigerung von mindestens 35% und einer Ebit-Marge von mindestens 10%. Die Aktie brach um 17,93 Prozent ein und kostete noch 7,55 Euro.

Der Windkraftanlagenspezialist Plambeck Neue Energien AG ist in den französischen Markt eingestiegen. Das Unternehmen beteiligte sich zu 80 Prozent an der französischen Aktiengesellschaft Ventura SA. Damit sei es für Plambeck nicht mehr notwendig, ein eigenes Tochterunternehmen zu gründen. Die Anleger scheinen das Engagement vorsichtig aufzunehmen. Plambeck gewannen am Morgen 0,69 Prozent auf 21,80 Euro.

Consors erholten sich von ihren Vortagesverlusten und stiegen um 2,1 Prozent auf 9,74 Euro. Der Vorstandsvorsitzende des Online Brokers, Karl Matthäus Schmidt habe vom neuen Chef der Schmidt Bank, Paul Wieandt, die Zusicherung erhalten, dass Concors nur als Ganzes verkauft werde. Das sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Allerdings seien die Verkaufsgespräche unterbrochen, die aber nun wieder aufgenommen werden sollen. Als Interessenten für Concors würden derzeit die Postbank und der französische Online Broker Fimatex gehandelt. Ein Verkauf sei bis Ende Dezember nicht auszuschließen, hieß es weiter.

Die übrigen Online Broker entwickelten sich am Morgen unterschiedlich. Bei Comdirect scheinen die Anleger nach wie vor den Kundenzulauf zu honorieren. Comdirect habe in den zwei Wochen seit dem 16. November 1 500 neue Kunden gewonnen, erklärte ein Unternehmenssprecher am Vortag. Die Aktie der Commerzbank-Tochter gewann 3,64 Prozent auf 12,80 Euro, während die DAB Bank 0,46 Prozent auf 15,24 Euro einbüßte.

Ein Händler konnte sich "kaum vorstellen", dass jemand einen hohen Preis für Consors zahlen wolle - aber darüber zu spekulieren sei wohl noch zu früh. Nach seiner Ansicht traue der Markt aber dem Konkurrenten Comdirect wohl noch am ehesten zu, Kunden von Consors "zu sich 'rüber zu locken". Deshalb legten die Anteilsscheine der Commerzbank-Tochter nach zweistelligen Gewinnen am Mittwoch weiter zu, während DAB Bank abgaben.

Alles in allem werde die "Party" vom Mittwoch wohl nicht wiederholt. Der Markt konsolidiere sich auf hohem Niveau, erklärte der Marktteilnehmer. Jetzt würden die Anleger erst einmal darüber nachdenken, ob sie "nicht zu arg vorgeprescht" seien und nähmen die ersten Gewinne mit. Die Verschnaufpause sei aber nicht tragisch - schließlich sei nach dem Handelsschluss in Deutschland an der NASDAQ auch nicht viel passiert. Nun fehlte es an kursbewegenden Nachrichten.

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