Wachsende Abstand zwischen Arm und Reich sei eine Quelle der Instabilität
Bush kündigt höhere US-Entwicklunghilfe an

US-Präsident George W. Bush will die Entwicklungshilfe deutlich erhöhen. Ab dem Etatjahr 2004, das am 1. Oktober 2003 beginnt, würden über drei Jahre zusätzliche Mittel über 5 Mrd. Dollar bereitgestellt, sagte Bush am Donnerstag vor der Inter-Amerikanischen Entwicklungsbank in Washington.

Reuters WASHINGTON. Die Hilfen, die nicht als Kredit sondern als Zuwendungen gegeben werden sollen, werden Bush zufolge an Wirtschaftsreformen gekoppelt. Bush sagte im Beisein des Rocksänger Bono, es müssten Länder unterstützt werden, die sich für den "beschwerlichen Weg der politischen, juristischen und wirtschaftlichen Reformen" entschieden. Die Kriterien hierfür würden Außenminister Colin Powell und Finanzminister Paul O'Neill festlegen. Der wachsende Abstand zwischen Arm und Reich sei eine Quelle der Instabilität, sagte Bush weiter. "Dem müssen wir begegnen."

Bush kündigte die Aufstockung der Entwicklungshilfegelder kurz vor Beginn der Uno-Konferenz zur Entwicklungshilfe in Mexiko an. Die Konferenz im Monterrey, an der Bush teilnehmen will, findet vom 18. bis 22. März statt. Sprecher der Demokraten begrüßten das Vorhaben von Bush, bemängelten aber, dass die zusätzliche Hilfe erst im Fiskaljahr 2004 anlaufen solle.

Vier Tage vor der Tagung in Monterrey war in Barcelona bekannt geworden, dass sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) auf ihrem am Freitag beginnenden Gipfeltreffen vermutlich für die Erhöhung ihrer Entwicklungshilfe aussprechen werden. Europa will die Hilfe von 0,33 auf 0,39 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erhöhen.

Die Vereinten Nationen verfolgen das Ziel, die Industriestaaten zu einer Entwicklungshilfe von 0,7 % des Bruttoinlandsprodukts zu verpflichten, wie es seit drei Jahrzehnten geplant ist. Die EU hatte im Jahr 2000 - dem letzten, für das Zahlen vorliegen - etwas mehr als 25,4 Mrd. Dollar an Entwicklungshilfe bereitgestellt.

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