Wachstum 2002 bei 1,2 Prozent: Französische Regierung gibt Wachstumsziel auf

Wachstum 2002 bei 1,2 Prozent
Französische Regierung gibt Wachstumsziel auf

Unmittelbar vor dem G-7-Finanzgipfel in Paris hat die französische Regierung ihr bisheriges Wachstumsziel für das laufende Jahr aufgegeben. Ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % sei 2003 nicht mehr erreichbar, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister, Francis Mer, am Freitag im französischen Fernsehen.

HB/dpa PARIS. Das nationale Statistikamt gab unterdessen das Wachstum für 2002 mit 1,2 % an und korrigierte damit die bislang vorläufige Zahl von 1,0 % leicht nach oben. 2001 lag das Wachstum noch bei 1,8 %, 2000 bei 4,2 %.

Im vergangenen Herbst sei die Regierung wie andere auch von einer Wirtschaftserholung ausgegangen, die jedoch ausgeblieben sei, erklärte Mer. Nicht kommentieren wollte er die Prognose des Arbeitgeberverbandes, die von 1,0 bis 1,5 % für 2003 ausgeht. Eine neue Prognose werde die Regierung Ende März bekannt geben. Die deutlichen Bremsspuren, die in der gesamten internationalen Wirtschaft festzustellen sind, werden auch den G-7-Finanzgipfel am Samstag in Paris beschäftigen.

Er hoffe, das dass Haushaltsdefizit 2002 nicht über 3 % des Bruttoinlandsproduktes gestiegen sei, sagt der Minister. Er sehe jedoch keinen fundamentalen Unterschied zwischen einem Defizit von 2,9 % und 3,1 %. Brüssel hat bereits einen blauen Brief nach Paris geschickt, allerdings mit Blick auf das Haushaltsdefizit 2003, bei dem eine Überschreitung der Drei-Prozent-Marke droht. Mer schloss nicht aus, dass die Defizitgrenze im Stabilitätspakt im Falle eines Irak-Kriegs angepasst werde, da bei außergewöhnlichen Ereignissen eine Änderung beschlossen werden könne.

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