Wachstum auch in Osteuropa
Geschäft von Schwäbisch Hall boomt

Die Bausparkasse Schwäbisch-Hall ist mit Rekordzahlen in das Jahr 2003 gestartet. In den ersten beiden Monaten legte das Bauspar-Neugeschäft von Deutschlands größter privater Bausparkasse um 24 % auf über vier Mrd. ? zu. Vorstandschef Alexander Erdland sagte am Freitag bei der Bilanzvorlage in Schwäbisch-Hall, die Gruppe werde das zu Jahresanfang prognostizierte Wachstumsziel von fünf Prozent übertreffen.

HB/dpa SCHWÄBISCH-HALL. Das Ziel, die Eigenkapitalrendite auf rund 12 % zu bringen, werde angesichts des niedrigen Zinsniveaus und der steigenden Vertriebskosten aber schwieriger. Dennoch halte man auch daran fest. Im Jahr 2002 hatte Schwäbisch-Hall eine Eigenkapitalrendite von 11,2 % geschafft; der operative Gewinn war um 20,6 % auf 246 Mill. ? geklettert. Das eingelöste Neugeschäft war um 3,1 % auf 20,1 Mrd. ? gestiegen. Der Vertragsbestand der Bausparkasse der Volks- und Raiffeisenkassen nahm um 2,2 auf 165,5 Mrd. ? zu. Erdland sprach von einem Spitzenjahr.

In Zeiten volatiler Finanzmärkte hat das Bausparen als sichere Form der Altersvorsorgen in Deutschland bei allen Bausparkassen für starke Zuwächse gesorgt. Die Zahl der neuen Verträge legte 2002 insgesamt auf 3,8 Mill. Stück mit einer Bausparsumme von 80,4 Mrd. zu. Schwäbisch-Hall hält einen Marktanteil von über 25 %.

Erdland meinte, angesichts der niedrigen Wohneigentumsquote in Deutschland von 42 % (EU-Schlusslicht) gebe es weiterhin großen Nachholbedarf. Deshalb und weil das selbst genutzte Wohneigentum auch als verlässliche Altersvorsorge weiter an Wertschätzung gewinne, sei man sehr optimistisch für die Zukunft.

Auch in Osteuropa wächst die Beliebtheit des Bausparens stark. Die Schwäbisch-Hall-Tochter CMSS lag in der Liste der führenden europäischen Bausparkassen nach Zahl der Neuabschlüsse mit 560 000 Stück an zweite Steller hinter dem Mutterhaus (900 000). Das Chinageschäft werde nun definitiv in der zweiten Jahreshälfte 2003 gestartet, sagte Erdland. Das Gemeinschaftsunternehmen "Chinesisch- deutsche Bausparkasse" wolle in der Region Tianjin bis zum Jahr 2005 rund 100 000 Bausparverträge verkaufen. Damit wird in China erstmals diese vor allem in Deutschland populäre Form der Baufinanzierung etabliert. Bei positivem Verlauf werde man mit dem Partner China Construction Bank ab 2006 auch in anderen Provinzen Bausparkassen eröffnen.

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