Wachstum bei Beitragseinnahmen von knapp einem Prozent
Allianz-Sachversicherung senkt Jahresprognose

Die Versicherungsgruppe geht von einem Rückgang des Gesamtergebnisses vor Steuern um gut ein Viertel auf 800 Mill. Euro aus.

dpa MÜNCHEN. Die Allianz-Sachversicherungsgruppe hat ihre Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2000 deutlich nach unten revidiert. Statt eines noch zum Jahresbeginn erwarteten Anstiegs geht die größte deutsche Sachversicherungsgruppe nunmehr von einem Rückgang des Gesamtergebnisses vor Steuern um gut ein Viertel auf rund 800 Mio. Euro aus. Bei den Beitragseinnahmen wird zudem nur mit einem geringem Wachstum von knapp einem Prozent auf 9,3 Mrd. Euro (18,2 Mrd. DM) gerechnet. Diese Prognose stellte Reiner Hagemann, Chef der Gruppe, in dem am Freitag in München veröffentlichten Halbjahresbericht auf.

Die deutliche Zunahme der Schadenaufwendungen und der Anstieg der Schadenfälle machte der Allianz in der Sachversicherung zu schaffen. Verantwortlich hierfür waren den Angaben zufolge vor allem die höhere Schadensumme in der Kfz-Versicherung und die Folgen der Stürme Ende 1999, aber auch die Misere in der Industrieversicherung. In der Autoversicherung ist die Allianz mit rund neun Millionen Versicherten Marktführer in Deutschland.

Die Sachversicherungs-Gruppe hatte bereits im vergangenen Jahr im reinen Versicherungsgeschäft beim Ergebnis vor Steuern einen Rückgang um 30% auf 300 Mi0. DM (153 Mio. Euro) ausgewiesen. Nunmehr wird für 2000 nur noch von einem ausgeglichenen versicherungstechnischen Ergebnis ausgegangen.

Ende Juni lag die Zahl der gemeldeten Schäden mit 2,2 Mio. um 7,3% höher als Vorjahresfrist. Die Schadenaufwendungen stiegen um 6% auf 2 Mrd. Euro. Die Schadenquote kletterte um 3,7 Prozentpunkte auf 67,2%. Allein für die Sturmschäden Ende 1999 habe die Gruppe Deutschland ihren Kunden zwischenzeitlich fast 137 Mio. Euro gezahlt, erklärte Hagemann.

Die Beitragseinnahmen der Gruppe erhöhten sich im ersten Halbjahr um 0,6% auf 5,7 Mrd. Euro. Während Auto-, Unfall- und Rechtsschutzversicherung einen Anstieg auswiesen, kam es der Allianz zufolge bei den Technischen Versicherungen und im Transportbereich zu einem Rückgang. Die Zahl der Versicherungsverträge habe Ende Juni mit 44,1 Mio. nur geringfügig höher gelegen als vor Jahresfrist.

Zu einem erheblichen Rückgang von 489 Mio. Euro auf 320 Mio. Euro kam es zudem beim Ergebnis aus Kapitalanlagen. Die Sachversicherungsgruppe beschäftigte Ende Juni 28.751 Mitarbeiter, 264 mehr als am Jahresende 1999.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%