Wachstum der US-Wirtschaft verringert sich
Euro gewinnt nach Wirtschaftsdaten aus den USA deutlich an Fahrt

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Mittag auf 0,8324 (Donnerstag: 0,8252) US-Dollar fest. Der gestrige Stand war der niedrigste Referenzkurs in der Geschichte der Gemeinschaftswährung. Der Dollar kostete am Freitag 2,3496 (2,3701) DM.

dpa FRANKFURT. Das abflauende Wachstum der US-Wirtschaft deute darauf hin, dass Euroland aufhole, berichteten Händler. Das BIP-Wachstum sank in den USA von 5,6 % im zweiten Quartal auf 2,7 % im dritten Quartal. Volkswirte an der Wall Street waren von einem Wachstum von 3,4 Prozent ausgegangen. Die EZB geht für 2001 in Euroland von BIP- Zuwachsraten aus, die bei rund drei Prozent liegen.

Neben US-Daten habe das M3-Geldmengenaggregat (Bargeld, Spareinlagen, Sichteinlagen, Termineinlagen) der Frankfurter Währungshüter den Euro nach oben getrieben. M3 war im September im Jahresvergleich um 5,5 % gestiegen. Im August 2000 hatte die Rate noch um 5,6 % zugelegt.

Händler werteten die Zahlen als Beweis dafür, dass die europäische Notenbank die Preisentwicklung in den Griff bekommt. Zwar liege das Geldmengenwachstum immer noch über dem Referenzwert von 4,5 %. Sie nähere sich diesem Wert aber zunehmend an. Sinkt die Geldmenge, nimmt auch der Preisdruck ab. Abflauende Inflationszahlen helfen wiederum dem Wert einer Währung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,5804 (0,5807) britische Pfund, 90,53 (89,30) japanische Yen und 1,5124 (1,5088) Schweizer Franken fest.

Gold verbilligte sich geringfügig. Für das Edelmetall wurden in London je Feinunze 266,05 US-Dollar gezahlt. Am Vortag lag der Preis bei 266,75 US-Dollar. Der Kilobarren Gold kostete 20 106 (20 341) DM.

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