Wachstum des Online-Werbemarktes erwartet
Geringere Online-Werbeausgaben drücken dot.com-Kurse

Rückläufige Ausgaben für Online-Werbung machen nach Aussage von Analysten den Portalbetreibern zu schaffen. Allen voran Yahoo! Corp, Santa Clara, die einen Rückgang ihres Marktwertes um 10,5 Mrd $ oder 15 % seit Ende August hinnehmen musste. Yahoo! hat im zweiten Quartal 90 % ihres Umsatzes von 270 Mill. $ durch Werbung erlöst.

vwd SANTA CLARA.

Betroffen sind neben den Unternehmen, die Online-Werbeflächen vermieten, auch andere Aktien aus dem Bereich Neue Medien. Nach der Aktienkrise der dot.com- Unternehmen im April seien Kapitalgeber vorsichtiger und Liquidität knapper geworden. Gespart werde zuerst an Online-Werbung, hieß es.

Nach Angabe der Media-Metrix-Tochter AdRelevance, die Besucherströme im Internet erfasst, sind die Preise für Online-Werbung von durchschnittlich 33 USD pro tausend Site-Besucher Ende 1999 auf 31 $ im Sommer gefallen. Analysten sind sich über die Nachhaltigkeit der Krise jedoch nicht einig. Henry Blodget, Internet-Experte von Merrill Lynch, weist darauf hin, dass ein geschätzter Umsatz von 280 Mill. $ im dritten Quartal bei Yahoo! immerhin 81 % Wachstum gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Mit vier Prozent Wachstum gegenüber dem zweiten Quartal reiche dies aber für die Fortsetzung der Börsenbeliebtheit von Yahoo! nicht aus.

Vor allem die blinkenden Banderolen, die mit der Site des werbenden Unternehmens verlinkt sind, stoßen laut Werbebranche bei den Kunden derzeit auf Zurückhaltung. Lediglich vier bis fünf Prozent der Portalbesucher klicken nach Angaben von Allen Beasley von Menlo Park Venture Capital auf eine Banderole, 0,5 % und weniger klicken sich bis zur Site des werbenden Unternehmens durch. Trotzdem wird weiterhin ein Wachstum des Online-Werbemarktes erwartet. Nach einer Studie von Merrill Lynch werden die Ausgaben mit sieben Mrd $ in diesem Jahr um 75 % höher liegen als im Vorjahr, was einem Anteil von rund zwei Prozent an den gesamten Werbeausgaben entspricht. Bis 2005 wird mit einem Anteil von zwölf Prozent gerechnet.



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