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Wachstum durch Übernahmen - Tecdax-Neuling Bechtle

Das IT-Systemhaus Bechtle ist einer von drei Neuzugängen im Tecdax . Das baden-württembergische Unternehmen, 1983 als Ein-Mann-Betrieb an den Start gegangen, ist in den vergangenen Jahren vor allem durch Akquisitionen kräftig gewachsen. Lag der Umsatz 1997 noch bei 112 Mill. €, waren es im vergangenen Jahr bereits 792 Mill. €. In diesem Jahr soll die Mrd.-Grenze geknackt werden. Neben Deutschland liegt einer der Geschäftsschwerpunkte in der Schweiz.

dpa-afx NECKARSULM. Das IT-Systemhaus Bechtle ist einer von drei Neuzugängen im Tecdax . Das baden-württembergische Unternehmen, 1983 als Ein-Mann-Betrieb an den Start gegangen, ist in den vergangenen Jahren vor allem durch Akquisitionen kräftig gewachsen. Lag der Umsatz 1997 noch bei 112 Mill. ?, waren es im vergangenen Jahr bereits 792 Mill. ?. In diesem Jahr soll die Mrd.-Grenze geknackt werden. Neben Deutschland liegt einer der Geschäftsschwerpunkte in der Schweiz.

Grundsätzlich sieht Analyst Gerold Deppisch von der Landesbank Baden-Württemberg (Lbbw) Bechtle gut aufgestellt. Der Bekanntheitsgrad werde durch die Aufnahme in den Tecdax steigen, sagt er. Der Akquisitionskurs berge jedoch auch Risiken. "Bechtle hat in den vergangenen Jahren viel übernommen. Dadurch ist der Goodwill stetig angestiegen." Derzeit sei aber kein Wertberichtigungsbedarf erkennbar, ebensowenig eine Belastung des Nettoergebnisses. 2003 hatte der Jahresüberschuss bei 18,4 Mill. ? gelegen, ein Plus von 53 %. In diesem Jahr sollen es mindestens 30 Mill. ? werden.

Bilanzfehler - Vorstandschef Ausgewechselt

Zu einer Panne kam es bei der 2003 übernommenen Tochter PSB (Obermörlen/Hessen). Dort wurden für die Geschäftsjahre 2001 bis 2003 Bilanzfehler nachgewiesen. In dieser Zeit war Karl-Heinz Gosmann Chef von PSB. Er stieg Anfang dieses Jahres für einige Wochen sogar zum Bechtle-Vorstandsvorsitzenden auf, bis der Aufsichtsrat von den Vorgängen erfuhr und ihn abberief. Neuer Vorstandschef ist seitdem Ralf Klenk.

Standbeine E-Commerce UND Systemhäuser

Bechtle stützt sich auf zwei Standbeine. Zum einen der direkte Vertrieb via E-Commerce vom Standort Neckarsulm aus, zum anderen ein Netz von rund 50 Niederlassungen vor Ort, so genannte Systemhäuser. Das Konzept eines IT-Systemhauses sieht die Rundum-Betreuung eines Kunden vor, von der Installation der Anlagen und der Lieferung der Software über die Schulung der Mitarbeiter bis hin zur neuen Druckerpatrone. Die einzelnen Häuser sind dabei weitgehend selbstständig. Produktmanagement, Einkauf und Lager werden zentral gesteuert. Der Rest liegt in der jeweiligen Verantwortung der Zweigstellen.

Bechtle hat heute nach eigenen Angaben mehr als 3 100 Mitarbeiter. Hauptaktionär der Bechtle AG ist die Familie Schick. Die einzelnen Mitglieder halten zusammen 33,89 % der Aktien. Die BWK Gmbh hält 18,47 %. Knapp 48 % befinden sich in Streubesitz. Die Marktkapitalisierung lag zum 30. Juni 2004 bei 288,3 Mill. ?.

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