Wachstum durch Zusammenwachsen
Gebühren runter!

Der Markt für Festnetz-Telefonie stagniert, die Ausstattung der Deutschen mit Handys nähert sich voraussichtlich in diesem Jahr der 100-Prozent-Marke. Endet der Wachstums-Tiger Telekommunikation als Bettvorleger? Die Antwort lautet: nein. Aber es kommt ab sofort darauf an, Kunden über den reinen Transport von Sprache und Daten hinaus innovative Services zu bieten.

Solche Telekommunikations- Mehrwertdienste, so das Ergebnis einer Emnid-Studie, sind bei den Deutschen heiß begehrt. Genutzt werden die Dienste derzeit noch wenig. So greift von 1 000 Befragten knapp ein Drittel auf die Telefonauskunft oder Ansagedienste wie den Wettbericht (16 Prozent) zurück. Grund für die Zurückhaltung: Vielfach sind die Kosten zu hoch und die Dienste zu kompliziert anzuwenden. Dies wird sich erst ändern, wenn mehr Telekommunikations-Unternehmen als bisher in den lukrativen Markt einsteigen und Mehrwertdienste bieten.

Für Deutschland sagen Experten ein rasantes Wachstum bei Mehrwertdiensten voraus: So wird sich der Umsatz in den nächsten zwei Jahren verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der NetCom Consulting GmbH. Neben den Servicerufnummern werden auch andere intelligente Lösungen immer stärker nachgefragt. Dazu gehören beispielsweise Calling- und Prepaid-Card-Lösungen, Fax- und Voice-Messaging. Wohin sich der Markt bewegt, zeigt das Beispiel USA. Im Service-Mutterland läuft heute bereits jedes zweite Telefonat über gebührenfreie Freephone- Nummern. Rund 85 Prozent der amerikanischen Firmen setzen eine Servicerufnummer ein. Für das Jahr 2001 wird in den Vereinigten Staaten ein Marktvolumen von 40,6 Milliarden Dollar erwartet. Gerade die kostenlosen 0800er-Leitungen senken die Hemmschwelle beim Verbraucher.

Anspruch an die Technik wächst

Mit dem steigenden Bedarf an Telekommunikations-Mehrwertdiensten wächst auch der Anspruch an die Technik. Die Anbieter werden in Zukunft zum Beispiel auch netzübergreifende Dienste zur Verfügung stellen. Denn gerade im Hinblick auf die neuen Möglichkeiten dank schnellerer Datendienste reicht es nicht mehr aus, sich auf Festnetz, Mobilfunk oder Internet zu spezialisieren: Die Kombination ist gefragt. Ein Beispiel: SMS-Nachrichten werden mittlerweile auch ins Festnetz übertragen. Der Empfänger kann die Mitteilung dann als Sprachnachricht hören. Damit die Kunden solche Dienste unabhängig vom Mobil- oder Festnetz nutzen, müssen jedoch im Mobilfunk die Preise purzeln. Über die Hälfte der von Emnid Befragten nannten gleiche Kosten für Handy und Festnetz als wichtigstes Entscheidungskriterium bei der Nutzung telefonischer Informationsdienste.

Vor dem Hintergrund von UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) wird sich auch das mobile Internet immer weiter durchsetzen. Beispiel i-Mode in Japan: Hier wird das Handy vorwiegend zur Unterhaltung verwendet - beispielsweise für Spiele. Außerdem nutzen die Japaner das Handy regelmäßig zum Einkaufen und Bezahlen sowie zur Informationsbeschaffung. Vor allem in dieser Kategorie - beispielsweise bei News und Börseninformationen - geht der Trend zur Personalisierung.

So erhält der Nutzer nur die Nachrichten, die ihn interessieren. Darüber hinaus wird der Kunde künftig auch Geschäfte über das Handy abschließen. M-CRM, also Mobile Customer Relationship Management, wird dann zusammen mit entsprechenden Mehrwertdiensten für Unternehmen immer wichtiger, um Mobilfunkkunden dauerhaft zu binden. Die bisherigen technischen Lösungen auf dem Telekommunikationsmarkt können diese neuen Anforderungen allerdings nur eingeschränkt erfüllen. Die "Intelligenten Netze" sind für die neuen Mehrwertdienste nicht mehr geeignet und lassen sich nicht anpassen. Außerdem sind sie weder skalierbar noch erweiterbar.

Infitel hat den Wunsch der Telekommunikationsanbieter aufgegriffen und verfolgt mit dem Konzept "Infinite Networking" einen neuen Ansatz: Als Anbieter von Open-Standards-Application-Servern stellt das Unternehmen eine Lösung für die Implementierung neuer Mehrwertdienste zur Verfügung. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie netzunabhängig, beliebig skalierbar und flexibel sind. Damit können Telekommunikationsanbieter und Service- Provider ihre Systemarchitektur individuell einrichten. Jedes Telekommunikations-Unternehmen, ungeachtet seiner Größe, erhält damit eine kosteneffiziente und stabile Lösung, die mit den Anforderungen des Unternehmens weiter wächst.

Der Markt für innovative Mehrwertdienste ist der Zukunftsmarkt in der Telekommunikation. Eine aktuelle Studie der Communications Software Group erwartet für 2005 ein weltweites Marktvolumen von mehr als 23 Milliarden US-Dollar - derzeit sind es knapp 7,6 Milliarden. Der Wachstums-Tiger Telekommunikation kann also auch künftig große Sprünge machen.

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