Wachstum erwartet
Ende der Talfahrt in der Halbleiter-Branche

Die Talfahrt in der deutschen Halbleiterbranche hat ein Ende. Nach Umsatzeinbrüchen in den vergangenen Jahren erwartet der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) für dieses Jahr wieder ein zweistelliges Plus. "Wir blicken mit einem guten Gefühl in das Jahr 2003 hinein", sagte der ZVEI - Vorsitzende Dietmar Harting am Montag in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Auch für den Gesamtmarkt der Elektronischen Bauelemente rechnet der Verband nach zwei Jahren der rückläufigen Umsätze mit deutlichen Wachstum. Im kommenden Jahr könne sich diese Entwicklung sogar noch beschleunigen. Antriebsmotor der Branche bleibe die Automobilindustrie.

Im vergangenen Jahr waren die Umsätze mit Elektronischen Bauelementen, zu denen die Halbleiter gehören, durch die High-Tech- Flaute um 12,7 % auf rund 16 Mrd. ? zurück gegangen. Besonders die geringe Nachfrage aus der Telekommunikationsbranche hatte den Herstellern zu schaffen gemacht. Für 2003 erwartet der ZVEI ein Umsatzplus von rund neun Prozent. "Positive Impulse für den deutschen Markt kommen aus allen wichtigen Abnehmersegmenten", sagte Harting. Eine verlässliche Prognose werde allerdings durch Unsicherheiten auf dem Weltmarkt erschwert.

Der Löwenanteil des Umsatzes der Branche entfällt auf den Bereich Halbleiter. In diesem Segment waren die Umsätze im vergangenen um elf Prozent eingebrochen. Für 2003 rechnet der ZVEI wieder mit einem Zuwachs um 13 %. Nach dem starken Preisverfall in den vergangenen Jahren seien seit Anfang des Jahres Stabilisierungstendenzen zu erkennen.

Die Zahl der Beschäftigten in der gesamten Branche wird nach Einschätzung des ZVEI bei rund 80 000 stabil bleiben. Allerdings machten sich die Firmen zunehmend Gedanken darüber, wie sie den Kostendruck mindern können, sagte Harting. In den vergangenen Wochen hatten besonders Überlegungen des Chipherstellers Infineon, die Konzernzentrale ins Ausland zu verlagern, für Unruhe gesorgt. Der Bauelemente-Spezialist Epcos hatte bereits zahlreiche Arbeitsplätze ins Ausland verlegt. "Infineon und Epcos sind aber nur die Spitze des Eisbergs", sagte Harting. Auch mittelständische Betriebe dächten darüber nach, sich strukturell anders aufzustellen.

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