Wachstum in den neuen Ländern stagniert im laufenden Jahr
Arbeitslosigkeit im Osten mehr als doppelt so hoch wie im Westen

Die Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten, dass sich die Wirtschaft in den neuen Ländern in diesem Jahr "kaum zum Positiven wenden" wird.

uhl BERLIN. Nach einem Rückgang des ostdeutschen Bruttoinlandsprodukts im ersten Halbjahr 2001 von 0,6 % rechnen die Institute für den Jahresdurchschnitt 2001 mit einer Stagnation. Im kommenden Jahr werde die gesamtwirtschaftliche Produktion in Ostdeutschland wieder anziehen, aber weiterhin geringer als im Westen wachsen.

Die Arbeitslosenzahlen werden im Jahr 2002 in West- und Ostdeutschland "ähnlich hoch sein wie im Vorjahr". Für die alten Länder erwartet das Herbstgutachten in diesem und im nächsten Jahr eine Arbeitslosenquote von 7,4 %. Im Osten werde die Arbeitslosigkeit mit Quoten von 17,1 % bzw. 17,2 % mehr als doppelt so hoch wie im Westen ausfallen.

Die Exporte werden nach Einschätzung der Ökonomen in den nächsten Monaten sinken. Besonders empfindlich betroffen seien die Lieferungen in die USA. Doch auch die Ausfuhr in die EU-Länder werde spürbar schrumpfen. Erst mit einer Erholung der Weltwirtschaft im kommenden Frühjahr sei auch mit einer merklichen Steigerung des Exports zu rechnen.

Die Ausrüstungsinvestitionen dürften mit dem Erstarken der Exporte und der Kräftigung der Binnennachfrage ebenfalls ab dem Frühjahr 2002 zulegen. Im Luftverkehr werde es einen Investitionseinbruch geben. Die Bauinvestitionen dürften sich in Westdeutschland im Laufe des nächsten Jahres "alles in allem" stabilisieren. In Ostdeutschland würden sie langsamer zurückgehen.

Nach einer erheblichen Abkühlung der Verbrauchskonjunktur im weiteren Jahresverlauf 2001 würden sich die Konsumperspektiven 2002 wieder aufhellen. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte würden im kommenden Jahr beschleunigt zunehmen, erwarten die Volkswirte. Wegen des wieder geringeren Anstiegs der Lohnstückkosten und der verhaltenen Konjunktur werde sich der Preisauftrieb beruhigen. Für 2002 rechnen die Ökonomen mit einem Anstieg der Verbraucherpreise von 1,5 %, nach 2,5 % in diesem Jahr.

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