"Wachstum ohne Zukäufe"
VW-Vorstand Adelt will Umsatz bis 2011 mindestens verdoppeln

Der Volkswagen-Konzern will seinen Umsatz in den nächsten zehn Jahren mindestens verdoppeln. Dies sei aus eigenem Wachstum ohne Zukäufe möglich, sagte Finanzvorstand Bruno Adelt der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

dpa-afx WOLFSBURG. Im Jahr 2000 hatte der Wolfsburger Konzern einen Umsatzrekord von 167,3 Mrd. DM erzielt. Bei einer durchschnittlichen Rate von sieben Prozent pro Jahr käme VW bis 2011 auf rund 340 Mrd. DM oder rund 170 Mrd. Euro.

Vor der Hauptversammlung in der kommenden Woche verteidigte Adelt die beantragte Option für eine Kapitalerhöhung um 130 Mill. Euro auch ohne Nennung konkreter Verwendungsziele. "Dies zeigt doch vor allem, dass wir sehr flexibel sein müssen. (...) Auf jeden Fall brauchen wir diesen Vorratsbeschluss - und nicht anderes ist es - für rentable Investitionen, die unseren Ansprüchen genügen. Im Falle eines weiteren Zukaufs bei Scania ist dies deshalb schlicht eine Frage des Preises. Alles, was wir bisher gesehen haben, war zu teuer", meinte Adelt. VW hält 18 Prozent des Scania-Kapitals. 45,5 Prozent des skandinavischen Lkw-Herstellers hat bisher Volvo. Der schwedische Konzern muss seine Anteile aus kartellrechtlichen Gründen aber bis Ende 2003 abgeben.

Den derzeitigen Kurs der VW-Aktie von unter 60 Euro hält Adelt für völlig unangemessen: "Bei einer Fair-Value-Berechnung, also einer marktgerechten Bewertung, wäre unser Kurs bei wenigstens 90 Euro anzusiedeln." Dieser ergebe sich bei einer Wiederholung des 2000er Gewinns pro Aktie von 7,37 Euro und dem durchschnittlichen Kurs- Gewinn-Verhältnis (KGV) der DAX-Werte von 12 bis 15. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum VW nicht wie andere Automobilhersteller mit einem KGV von 16 oder höher bewertet wird. Da muss es eine Menge an Psychologie oder Vorurteilen geben. Aber wir sind nicht die Psychiater der Börsengurus", betonte Adelt.

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