Wachstum von 8,7 % in diesem Jahr erwartet
High-Tech-Branche trotzt der flauen Konjunktur

Trotz der international schwächeren Konjunktur werden die Umsätze rund um Computer und Telefon in diesem Jahr um 8,7 % steigen. Mit dieser Einschätzung für die Entwicklung der Branche in Deutschland setzte der Fachverband BITKOM ein optimistisches Zeichen für die am Donnerstag beginnende Computermesse Cebit in Hannover.

ap HANNOVER. Die Lage der Branche sei allerdings schwieriger als noch vor einem Jahr, als ein Rekordwachstum von 11,1 % erzielt worden sei, sagte am Mittwoch der Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, der Siemens-Manager Volker Jung. Auswirkungen der Konjunkturschwäche in den USA seien auch hierzulande bei Personalcomputern, Mobiltelefonen und Chips zu erkennen.

Schon 2002 werde der Markt aber "voraussichtlich wieder leicht anziehen" und nach erwarteten Umsätzen von 262 Mrd. DM in diesem Jahr ein Volumen von etwa 287 Mrd.. DM erreichen. Vom Marktvolumen im Jahr 2000 in Höhe von 241 Mrd.. DM entfielen 116 Mrd. auf die Informationstechnik (plus 10,1 %) und 125 Mrd.. auf die Telekommunikation (plus 12,4 %).

Die Computer- und Telekommunikationsbranche in Deutschland hält inzwischen einen Weltmarktanteil von 6 %. Auf ganz Europa entfallen 29 % der weltweit erzielten Umsätze, auf Vorreiter USA 36 % und auf Japan elf Prozent.

Der Verbandspräsident kritisierte, dass sich die Branche trotz ihrer hohen volkswirtschaftlichen Bedeutung "einem steigenden politischen Druck ausgesetzt" sah. Dabei nannte Jung den hohen Preis bei der Versteigerung der Lizenzen für die künftige Mobilfunktechnik UMTS: "Die Netzbetreiber durften für einen Sack Luft knapp 100 Mrd.. DM bezahlen." Die Mittel aus der Zinsersparnis des Bundes würden jetzt zweckfremd zur Sanierung des maroden Schienennetzes verwendet."

Zur Überwindung des anhaltenden Mangels an Fachkräften forderte Jung "eine aktive Einwanderungspolitik, um Brain Capital nach Deutschland holen zu können". Darüber hinaus seien dringend Anstöße zur Modernisierung der Schulen und der Lehrer-Ausbildung erforderlich.

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