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Wachstumsbedenken

Am Mittwoch legte sich die Börse schon auf einen Kandidaten fest. Die Börsianer glauben fest an George W. Bush als neuen amerikanischen Präsidenten.

Anleger investierten verstärkt in Pharmapapiere ebenso wie in Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil und des Zigarettenproduzenten Philip Morris. George W. Bush hat im Falle seines Wahlsiegs versprochen, die Pharmakonzerne nicht mit Preiskontrollen zu belasten. Zudem will er die Milliarden Klagen der Raucher gegen Tabakkonzerne und das Kartellverfahren gegen Microsoft nicht weiter verfolgen.



Sogar Pfizer gewann über ein Prozent an Wert, obwohl die Patentabteilung des britischen High Court das seit 1993 bestehende Viagra-Patent für ungültig erklärt hat. Begründung: Der Hauptbestandteil des Potenzmittels Sildenafizitrat sei auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt worden, die zum Zeitpunkt des von Pfizer beanspruchten Monopols bereits "öffentliches Gut" waren.



Die Nasdaq traf die Vorentscheidung für Bush dagegen hart, denn Al Gores gilt als Förderer von Technologie- und Wachstumsunternehmen. Der Nasdaq Index verlor Nasdaq 5,39 Prozent und schloss bei 3231.73 Punkten. Intel und IBM zogen den Dow Jones Index in die Tiefe. Er beendete den Tag auf 10907 Zählern.



An der Nasdaq rutschte Cisco Systems nach unten. Das Analystenhaus Morgan Stanley hatte den größten Netzwerkausstatter der Welt abgestuft. Insgesamt gab es neue Wachstumsbedenken. Die im S&P 500 vertretenen Unternehmen wurden deutlich für das laufende vierte Quartal als auch für das Gesamtjahr 2001 nach unten korrigiert.



Lucent Technologies verlor leicht. Der Telekomzubehör-Hersteller wird nach Angaben des Wall Street Journals rund 10.000 Arbeitsplätze streichen. Die Unternehmenssprecherin bestätigte zwar, dass Stellen abgebaut werden sollen, konnte jedoch keine Angaben zur Anzahl machen. Lucent plant außerdem, Grundbesitz zu verkaufen, um die Einsparungen weiter voranzutreiben.



Amgen

will bis zum Jahr 2005 mindestens fünf neue Produkte auf den Markt zu bringen und rund neun Milliarden Dollar Umsatz erzielen. Anleger hatten mit Spannung erwartet, wie Amgen die sinkenden Umsätze aus dem Verkauf der bisherigen Kassenschlager-Medikamente Epogen und Neupogen kompensieren will. Trotzdem verliert der Wert leicht.



Am Donnerstag wird mit Spannung das Quartalsergebnis des Computerherstellers Dell erwartet. Außerdem melden Gap, Loews und Guess ihre jüngsten Quartalszahlen. Der neueste Produzenten-Preis-Index sollte Aufschluss über die jüngsten Inflationstendenzen geben.

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