Wachstumshormone werden aus der Hirnanhangdrüse gewonnen
Hormonspritzen könnten Quelle der BSE-Epidemie sein

ap MANNHEIM. Die europaweite Rinderwahn-Epidemie ist nach Ansicht des Lebensmittelexperten Udo Pollmer nicht auf die Verfütterung von Tiermehl zurückzuführen. "Wäre das weltweit exportierte Tiermehl wirklich so infektiös, dann hätte es überall zu Massenausbrüchen kommen müssen", sagte er dem "Mannheimer Morgen". Ein bislang plausibler Übertragungsweg könnten laut Pollmer aber Wachstumshormone sein, die aus der Hirnanhangdrüse von Rindern gewonnen und jahrelang in der Zucht gespritzt wurden.

Wie der Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften in Hochheim weiter erklärte, ist die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) ein Bestandteil des bei BSE-kranken Tieren hoch infektiösen Gehirns. Im Tiermehl gebe es dagegen nicht genügend Erreger für einen Massenausbruch von BSE, sagte Pollmer. "Diese Theorie würde auch erklären, warum Betriebe von BSE betroffen sind, die kein Tiermehl verfüttert haben, sondern höchstens mit wenig Tiermehl verunreinigte pflanzliche Produkte".

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