Wachstumsprognose bestätigt
Epcos erwartet nach Rekordquartal weiteres Wachstum

Der Umsatz stieg um 62 % auf 549 Mill. Euro, teilte der Halbleiter-Hersteller teilte heute mit. Außerdem plane das Unternehmen die Zahlung einer Dividende von einem Euro.

Reuters MÜNCHEN. Der Bauelemente-Hersteller Epcos AG hat das Geschäftsjahr 1999/2000 (zum 30. September) wie erwartet mit einem Rekordquartal abgeschlossen und rechnet auch in den kommenden Monaten mit einem hohen Wachstum. "Das Jahr 2000 war ein Rekordjahr und auch 2001 verspricht, ein hervorragendes Jahr zu werden", sagte Epcos-Chef Klaus Ziegler am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz. Nach einem Umsatzwachstum von 62 % auf 549 Mill. Euro im vierten Quartal 1999/2000 rechne er mit einer weiteren Umsatzsteigerung von mehr als 50 % im laufenden Quartal und ein weiter steigendes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit). Für das abgelaufene Geschäftsjahr will Epcos außerdem eine Dividende von einem Euro vorschlagen.

Im vierten Quartal 1999/2000 steigerte Epcos sein Ebit um 145 % auf 109 Mill. Euro. Damit lagen die Zahlen am oberen Ende der Analystenschätzungen, die beim Ebit zwischen 92 und 111 Mill. Euro und beim Umsatz bei 500 bis 585 Mill. Euro gelegen hatten. "Die Zahlen sind etwas besser als von uns erwartet und der Ausblick ist für den Markt sehr gut", sagte HypoVereinsbank-Analyst Roland Pitz. "Es ist sehr ermutigend, dass Epcos für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende zahlen will", sagte Hartmut Hühn von der Berenberg Bank. An der Börse legten die Epcos-Aktien in einem sehr schwachen Marktumfeld um 0,5 % auf 90 Euro zu.



Wachstumsprognose bestätigt

Für das Geschäftsjahr 1999/2000 bezifferte Epcos das Ebit- Ergebnis mit 336 Mill. Euro, was einem Zuwachs von 191 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Überschuss stieg auf 240 Mill. Euro, der Umsatz um knapp 63 % auf 1,86 Mrd. Euro. Bei den Konzernen mit einer vergleichbar breiten Produktpalette habe Epcos damit die Marktführerschaft übernommen, noch vor der japanischen Matsushita, sagte Ziegler. Für das laufende Jahr bestätigte der Vorstandschef seine Prognose, wonach der Umsatz um 25 bis 35 % wachsen sollte. Diese Beruhigung des Geschäfts sei erwartet und angesichts der Kapazitätsengpässe bei passiven Bauelementen sogar willkommen. Die Ebit-Marge will Epcos im laufenden Jahr auf 19 % steigern, von 18 % 1999/2000.

"Die Konjunkturentwicklung in den Haupt-Abnehmerbranchen stimmt zuversichtlich", sagte Ziegler. So werde sich der Anteil an elektronischen Bauelementen in Kraftfahrzeugen in den nächsten zwei bis drei Jahren verdoppeln. Beim Mobilfunk werde die Einführung der UMTS-Lizenzen ab 2001 für neue Wachstumsschübe sorgen. Die Telekommunikationsindustrie ist derzeit der Hauptabnehmer für Epcos-Bauelemente und macht rund 40 bis 50 % des Konzernumsatzes aus. Den größten Beitrag zum Ergebnis leistete im vierten Quartal die Sparte Oberflächenwellen-Komponenten, die vor allem bei Telefonen Störgeräusche herausfiltern, mit einem Ebit von 45 Mill. Euro.

Epcos ist aus einem Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und dem japanischen Konzern Matsushita hervor gegangen und seit gut einem Jahr an der Börse notiert.

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