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Wachstumswerte nach Leitzinssenkung fester

Die unerwartete Senkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) um 0,25 Prozentpunkte hat am Donnerstag für eine frische Brise am Frankfurter Neuen Markt gesorgt.

dpa-afx FRANKFURT. Der Nemax 50 stieg zwischenzeitlich bis auf 1 859,51 Punkte. Bei Handelsschluss verzeichnetet der Index beim Stand von 1 826,93 Zählern ein Plus von 0,74 Prozent. Der alle Aktien umfassende Nemax All Share lag zum gleichen Zeitpunkt mit 0,05 Prozent bei 1.890,50 Stellen leicht im Plus.

"Natürlich hilft die Zinssenkung den Technologiewerten", sagte ein Händler einer Privatbank. "Gerade die hoch verschuldeten Telekomtitel sollten davon profitieren." Das Abrutschen der Kurse zum frühen Abend kommentierte ein Frankfurter Händler mit den Worten: "Die Nasdaq ist ins Minus gedreht und hat auf die Aktien am Neuen Markt gedrückt. In Amerika interessiert es keinen Menschen, ob die EZB die Zinsen senkt und dort gibt es überhaupt kein Event, dass die Kurse beflügeln könnte."

Die Aktien des Aachener Hochtechnologie-Maschinenbauers Aixtron profitierten von der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das erste Quartal und stiegen um 2,42 Prozent auf 93,20 Euro. "So etwas wie Aixtron begeistert mich. Ihnen gelingt es immer wieder, die Börse zu überraschen", sagte Andreas Kehl, Aktienhändler der Deutschen Bank.

Mobilcom-Aktien profitierten nicht von positiver Stimmung

Mobilcom-Aktien konnten weder von der Zinssenkung, noch von den Quartalszahlen profitieren, die im Rahmen der Erwartungen von Analysten lagen. Die Aktien fielen um 0,68 Prozent auf 21,83 Euro. "Der Markt ist mit der Telekom zugange, da fallen andere Telekom-Werte gar nicht mehr auf", begründete ein Händler die Kaufzurückhaltung trotz guter Zahlen und Nachrichten.

Die Aktien der Constantin Film AG stürzten um 20,64 Prozent auf 15,30 Euro und waren damit der größte Verlierer des Nemax 50. Das Unternehmen hatte zuvor die Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Das Unternehmen begründete die Korrektur mit späten Kinostarts und enttäuschenden Einspielergebnissen einiger Filme.

Die Aktien des Online-Brokers comdirect sanken um 2,07 Prozent auf 13,70 Euro, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass es im ersten Quartal diesen Jahres tief in die roten Zahlen gerutscht ist.

Brokat-Aktien fielen um 12,83 Prozent auf 10,46 Euro. Die Berenberg Bank hat nach Vorlage der endgültigen Unternehmenszahlen zum ersten Quartal und der Bekanntgabe einer Kooperation mit Vodafone ihre Einstufung mit "Reduzieren" beibehalten. Begründet wurde dies mit dem gestiegenen Liquiditätsrisiko angesichts der steigenden Cash-Burn-Rate.

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