"Wackelkandidat" mit Liquiditätsproblemen
Buch.de trennt sich von Gründer und Vorstandssprecher Urban

dpa IBBENBÜREN. Der wegen seines niedrigen Börsenkurses in die Schlagzeilen geratene Internet-Buchhändler buch.de trennt sich von seinem Vorstandssprecher Michael Urban. Seine Position werde Finanzvorstand Gerald Winter zusätzlich ausfüllen, teilte das Unternehmen aus Ibbenbüren am Donnerstag mit. Urban übernehme einen Posten im Vorstand der Firma Cross Telecom , an der er als Mehrheitsaktionär beteiligt sei, sagte Marketingvorstand Albert Hirsch.

Keine Klage gegen "Todesliste"

Buch.de war in der letzten Woche in einer Liste des Börsenbriefs Platow als "Wackelkandidat" mit Liquiditätsproblemen genannt worden. Der Internet-Händler dementierte und warf Platow vor, den Berechnungen falsche Zahlen zu Grunde gelegt zu haben. Statt der bei Platow angegebenen Liquidität von 5,5 Millionen DM sei das Unternehmen mit 30,5 Millionen DM liquide. Rechtliche Schritte werde buch.de gegen Platow jedoch nicht unternehmen.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von 4,5 Millionen DM einen Verlust von 7 Millionen DM eingefahren. Prognosen zufolge macht buch.de in diesem Jahr bei einem Umsatz von 18 Millionen DM Verluste von 10-14 Millionen DM.

Buch.de kündigte an, sich mit weiteren strukturellen Veränderungen auf die Marktgegebenheiten einstellen zu wollen. So sei etwa die Logistik von buch.de mit der des traditionellen Buchhändlers Phönix-Montanus vernetzt worden. Die beiden Unternehmen kooperieren bereits beim Internet-Auftritt und im Handel.

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