Wächter seien Geheimdienst-Offiziere
Spionageverdacht: USA weisen zwei Iraker aus

Zwei Sicherheitsbeamte der irakischen Uno-Vertretung in New York sind von den USA unter dem Vorwurf der Spionage ausgewiesen worden. Nach Angaben der US-Regierung vom Donnerstag müssen die beiden das Land bis Freitag Mitternacht verlassen. Sie seien in Wirklichkeit Geheimdienstoffiziere.

HB/dpa WASHINGTON/NEW YORK. Der irakische Uno-Botschafter Mohammed el-Douri widersprach den Vorwürfen. Es gebe "keine sachlichen Gründe" für die Ausweisung. "Die beiden gehören lediglich zum Sicherheitspersonal der irakischen Uno-Mission. Sie sind Wächter, die im Keller der Mission leben." Ihre Ausweisung sei im Rahmen der "Kampagne gegen mein Land" erfolgt.

Im vergangenen Monat war bereits ein Uno-Korrespondent der amtlichen irakischen Nachrichtenagentur INA der Spionage bezichtigt und des Landes verwiesen worden. Die Vereinigung der Uno-Korrespondenten (UNCA) hatte dies in einem Brief an US-Außenminister Colin Powell und Uno-Generalsekretär Kofi Annan als Verstoß gegen das Gastlandabkommen zwischen den USA und den Vereinten Nationen kritisiert. Nach US-Medienberichten haben die USA rund 60 Länder aufgefordert einzelne Iraker auszuweisen, die unter Spionageverdacht stehen.

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