"Während der WM nicht auszutauschen"
ARD-Mann kritisiert Faßbender - und bekommt Ärger

Ein Mitarbeiter der Service-Redaktion hatte in einer Antwort auf eine Zuschauerkritik den Kommentar-Stil Faßbenders öffentlich abgekanzelt - und muss jetzt mit Konsequenzen rechnen.

dpa KÖLN. Die Kritik an WM-Kommentator Heribert Faßbender wird für einen ARD-Mitarbeiter arbeitsrechtliche Konsequenzen haben. Das bestätigte am Dienstag ARD-Sprecher Rüdiger Oppers. Ein Mitarbeiter des "ARD WM Service Teams" hatte auf eine Anfrage der "Frankfurter Rundschau" in einer E-Mail geschrieben: "Ihre Kritik an Herrn Faßbender ist sicherlich berechtigt, jedoch gibt es während dieser WM kaum noch Chancen, ihn auszutauschen. Das hängt auch damit zusammen, dass er als Leiter des WDR-Sports ein Moderationsvorrecht genießt und dieses dementsprechend ausnutzt. Wir bedauern, Ihnen keine bessere Mitteilung machen zu können."

Oppers sagte dazu: "Das ist keine Stellungnahme der ARD gewesen, das ist nicht unser Stil." Vielmehr handele es sich um die private Meinung eines Mitarbeiters in der Service-Redaktion, die für die WM zuständig sei. In seiner Funktion im "ARD WM Service Team" hätte er so nicht antworten dürfen: "Da werden ganz sicher Konsequenzen gezogen." Bei dem Mitarbeiter handele es sich um eine studentische Hilfskraft, die bei einem Tochterunternehmen des NDR tätig ist.

Der ARD-Sprecher gab zu, dass Faßbender bei der Kommentierung der Achtelfinal-Begegnung zwischen Deutschland und Paraguay Fehler unterlaufen seien. "Die hat er aber sofort wieder korrigiert", sagte Oppers: "Nobody is perfect." Zwar gebe es viel Kritik an Faßbender, "doch die Zahl seiner Fans ist größer als die Zahl seiner Kritiker".

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