Währung
Euro knapp über 0,90 Dollar

Die Grundstimmung für den Euro sei weiterhin schlecht, sagen die Händler.

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat sich am Montag im frühen europäischen Handel auf einem Niveau über 0,90 $ stabilisiert. Am Freitag in New York und später dann auch im Handel in Fernost hatte die Gemeinschaftswährung nach einem Zwischenhoch wieder unter Druck gestanden. Der Euro hatte in der Spitze bei 0,9140 $ notiert, war dann aber wieder deutlich abgesackt. Für den neuerlichen Kursrutsch konnten Händler keine fundamentalen Gründe angeben. Die Grundstimmung für den Euro sei weiterhin schlecht, $ und Yen würden als Anlagewährungen bevorzugt, hieß es. Gegen 09.15 Uhr MESZ notierte der Euro mit Kursen um 0,9023/28 $, nach 0,9029/33 $ am Freitagabend in New York.

Händler hatten bereits nach dem Kursanstieg in der vergangenen Woche gesagt, dass sie nicht mit einer dauerhaften Aufwärtsbewegung des Euro rechneten. Dies habe sich nun bestätigt. "Die Basis für den Euro ist weiterhin nicht stabil und die schnellen, deutlichen Verluste in den USA und Japan unterminieren sie weiter", sagte ein Händler in Frankfurt. Es gebe kein Vertrauen in die Währung. Im Handel in Fernost war der Euro auf 0,9010 $ abgerutscht. Händler sahen bei 0,90 $ eine Unterstützung, die halten müsse, um eine weiteres schnelles Durchsacken zu verhindern.

Der Dollar zeigte sich in Europa zum Yen wie bereits in Fernost wenig bewegt. Gegen 09.15 Uhr MESZ notierte die US-Devise mit Kursen um 108,61/71 Yen, nach 108,58/66 Yen am Freitag im New Yorker Späthandel. Nach der Zinserhöhung der Bank von Japan am Freitag sei an den Märkten wieder Ruhe eingekehrt, hieß es. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte jedoch in seinem Jahresbeicht darauf hingewiesen, dass sich die japanische Wirtschaft noch immer in einem fragilen Zustand befinde. Der IWF warnte vor einer Rezession, die durch verfrühte Zinserhöhungen ausgelöst werden könne.

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