Währungs-Umstellung: Hohe Transport- und Versicherungskosten
Banken fordern Euro-Lieferung "frei Haus"

Für die Banken ist die Euro-Einführung eine staatliche Angelegenheit. Daher sollte der Bund alle Kosten für die Anlieferung des Euro-Bargelds übernehmen.

ap BONN. Die deutschen Banken haben von der Bundesregierung die kostenlose Anlieferung des Euro-Bargelds und einen Gratis-Abtransport der Mark-Scheine gefordert. Für den reibungslosen und sicheren Bargeldumtausch sei Finanzminister Hans Eichel verantwortlich, erklärte der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) der deutschen Banken am Freitag in Bonn. Die Euro-Einführung sei eine hoheitliche Aufgabe, weshalb der Bund auch die entstehenden zusätzlichen Versicherungskosten tragen müsse.

Bislang sei die sichere Euro-Einführung noch nicht gewährleistet, betonten die Banken. "Der Staat darf die rechtzeitige, ausreichende und flächendeckende Versorgung der Bürger mit Euro-Bargeld nicht gefährden", warnte der ZKA. Gegebenenfalls solle sich die Deutsche Bundesbank an der Finanzierung der Bargeldausgabe beteiligen. Die Branche erwarte konkrete Aussagen des Bundes über die Kosten-Beteiligung.

Der ZKA forderte das Finanzministerium zu einer Lieferung des Euro-Bargelds "frei Haus" in die Filialen auf. Der Bund solle auch die zusätzlichen Versicherungskosten durch die erhöhten Bargeldbestände während der Umstellungszeit tragen. Nach Angaben der Banken deckt die Übernahme dieser Kosten durch den Bund lediglich 20 % der Ausgaben, die den Banken durch die Euro-Einführung entstehen.



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