Währungsfonds schafft neue Super-Abteilung
IWF rüstet sich für Krisen

zz WASHINGTON. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will die Krisenprävention und das Krisenmanagement sowie die Aufsicht über die Volkswirtschaften seiner Mitglieder verbessern. Deshalb werden die Verantwortungen dreier bisher selbstständiger Abteilungen in einem neuen "International Capital Markets Department" (Internationale Kapitalmarktabteilung) zusammengeführt.

Die Aufgaben der neuen Abteilung gehen über die in ihrem Namen genannten Bereiche hinaus. Sie soll nach Angaben von IWF-Chef Horst Köhler ganz neue Verantwortungen übernehmen. Nach Meinung von Köhler wird die neue Abteilung eine "zentrale Rolle" in den Beziehungen des IWF zum internationalen Finanzsystem spielen. "Ich betrachte diese Abteilung als einen wichtigen Beitrag zu den Bemühungen, die internationale Finanzarchitektur und speziell den Beitrag des IWF bei der Krisenprävention zu stärken", sagte Köhler in Washington. Die neue Internationale Kapitalmarktabteilung soll dem IWF bessere Einsichten in die Vorgänge an den weltweiten Märkten und über die Kräfte, die hinter den globalen Kapitalbewegungen stehen, verschaffen. Sie soll dazu beitragen, dass der Währungsfonds die systematischen Probleme in Kapitalmarktentwicklungen schneller identifizieren kann. Vor allem sollen die Experten der neuen Abteilung den IWF vor absehbaren potenziellen Problemen an den Finanzmärkten, die zu einer Krise führen können, warnen.

Außerdem ist geplant, dass die Abteilung die Aufsicht des Fonds über die Volkswirtschaften seiner Mitglieder, wozu der IWF nach Artikel IV seiner Statuten verpflichtet ist, effizienter gestaltet. Damit will der IWF in der Lage sein, seinen Mitgliedern einen besseren Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten zu verschaffen. Einen Leiter für die anspruchsvollen Aufgaben der neuen Abteilung hat der IWF indessen noch nicht gefunden. Doch Köhler glaubt, bald einen geeigneten Kandidaten benennen zu können.

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