Währungsumstellung
Bundesbank-Präsident Welteke bestreitet Teuro-Effekt

Die Umstellung auf das Euro-Bargeld hat nach Darstellung von Bundesbank-Präsident Ernst Welteke nicht zu einer deutlichen Verteuerung der Lebenshaltung geführt. Das Gefühl der Verbraucher, der Euro habe eine Preiswelle ausgelöst, sei unberechtigt.

dpa FRANKFURT. "In der Summe sind die Preissteigerungen moderat und der Geldwert weitgehend stabil", sagte Welteke am Donnerstagabend in Frankfurt anlässlich der Amtseinführung des neuen Bundesbank-Vorstandes.

Im Einzelfall habe es bei Lebensmitteln sowie bei Energie und Zigaretten auch auf Grund von höheren Steuern Preiserhöhungen gegeben. Dies gelte auch bei einigen Dienstleistungen mit kräftigen Aufschlägen. Dagegen seien etliche langlebige Gebrauchsgüter auch billiger geworden, betonte Welteke. Bei Wohnungsmieten, die durchschnittlich 17 Prozent der Ausgaben ausmachten, habe die Euro-Umstellung ebenfalls keine Auswirkung gehabt. In der subjektiven Wahrnehmung würden allerdings Preissteigerungen eher wahr genommen.

Welteke äußerte Verständnis für den Ärger vieler Konsumenten. Im Einzelfall und bei stark abweichenden individuellen Konsumgewohnheiten mögen die spezifischen Preissteigerungen höher liegen. In keinem anderen Land der Europäischen Währungsunion werde die Debatte mit derartiger Heftigkeit geführt. "Dabei lag Deutschland im April mit einer Preissteigerungsrate von 1,6 Prozent am unteren Rand aller Euroländer. Inzwischen ist sie sogar auf 1,1 Prozent gesunken."

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