Währungsunion
Euro-Zone wächst ab 2007 Schritt für Schritt

Die EU-Erweiterung ist bereits abgehakt, jetzt rückt der Beitritt zur Eurozone in den Blickpunkt. Die zehn künftigen EU-Mitglieder sind verpflichtet, die Gemeinschaftswährung einzuführen, da sie mit der Übernahme des EU-Rechts auch die Teilnahme an der Wirtschafts- und Währungsunion akzeptiert haben.

WIEN. Doch gibt es keinen gemeinsamen Termin für die Ablösung der nationalen Währungen. Sowohl der Fahrplan zum Euro als auch die dabei zu erfüllenden Bedingungen sind in den Beitrittsländer und unter internationalen Finanzexperten umstritten.

Einige der neuen EU-Mitglieder haben sich bereits auf einen Termin festgelegt, andere zögern noch. Der litauische Vizewirtschaftsminister Nerijus Eidukevicius sagte jetzt während der Jahrestagung der Osteuropabank, sein Land werde den Euro 2007 einführen können. Demgegenüber erklärte Ungarns Finanzminister Tibor Draskovics, man hoffe auf eine Übernahme 2009 oder 2010.

Die meisten internationalen Experten gehen davon aus, dass es zwei Gruppen geben wird. Bei einer Umfrage des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) unter Geschäftsleuten, Regierungsvertretern und Finanzmarktanalysten dominierte die Meinung, die baltischen Staaten und Slowenien würden 2007 die Gemeinschaftswährung einführen. Die größeren Staaten Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn könnten dann 2010 folgen.

Sandor Richter vom WIIW nennt die wichtigsten Gründe für diese Einschätzung. Durch feste Wechselkursregeln wie das System des Currency Board in Estland und Lettland sowie die Bindung der lettischen Währung an die Sonderziehungsrechte des IWF seien diese Länder bereits gut vorbereitet. "Für sie ist es weniger riskant, ihre nationalen Währungen aufzugeben, als für die Länder, die bislang eine unabhängige Geldpolitik betrieben", sagt Richter. Für Slowenien spreche, dass dessen Volkswirtschaft in den letzten zehn Jahren keine größere Krise durchgemacht habe.

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