Währungsunion nimmt Einfluss
Umsätze an internationalen Devisenmärkten gesunken

Die Umsätze an den internationalen Devisenmärkten sind zwischen 1998 und 2001 spürbar gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngsten Erhebung der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die regelmäßig im Abstand von drei Jahren weltweit zusammen mit 48 Notenbanken durchgeführt wird.

ap BERLIN. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) nannte als Gründe für die erstmals seit Jahren gesunkenen Umsätze den Start der Europäischen Währungsunion, den elektronischen Devisenhandel und die Konsolidierung im Bankenbereich.

Der durchschnittliche tägliche Umsatz an den Devisenmärkten hatte der Erhebung vom April 2001 zufolge ein Volumen von 1 210 Mrd. $, verglichen mit 1 490 Mrd. $ im April 1998. Damit sind die Devisenumsätze um 19 % gesunken. Einen großen Einfluss auf das rückläufige Umsatzvolumen habe zweifellos der Start der Währungsunion in Europa gehabt, erläuterte der BdB. Denn mit Beginn der EWU entfielen alle Devisentransaktionen zwischen den Währungen der Mitgliedsländer.

Ein zweiter Faktor sei das Vordringen des elektronischen Devisenhandels gewesen. Die Nutzung elektronischer Handelsplattformen habe gravierende Veränderungen in der Organisation des Devisenhandels zur Folge gehabt. Der Handel zwischen Devisenhändlern sank den Angaben zufolge von 909 Mrd. $ 1998 auf nur noch 689 Mrd. $ im Jahr 2001. Als dritten Grund nannten die Experten den Konsolidierungsprozess im Bankenbereich. Die Zahl der Banken, die im Rahmen der Erhebung über ihre Devisenumsätze berichteten, verringerte sich den Angaben zufolge von 3 087 auf 2 772.

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