Waffenkontrollen
Blix beklagt mangelnde Unterstützung der USA

UN-Chefinspekteur Hans Blix hat sich über eine mangelnde Unterstützung der USA und Großbritanniens bei seiner Waffenkontrollmission im Irak beklagt.

HB/dpa LONDON. "Die Inspekteure bekommen von den westlichen Mächten nicht die notwendige Unterstützung bei ihrer Mission, die Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein zu finden", sagte Blix am Freitag in einem Radio-Interview des britischen Senders BBC. Wenn Großbritannien und die USA Beweise dafür hätten, dass der Irak Waffen besitze, "dann würde man erwarten, dass sie in der Lage wären, uns zu sagen, wo das Zeug liegt".

Blix, der am Donnerstag den UN-Sicherheitsrat in New York über die ersten Prüfergebnisse des irakischen Waffendossiers informiert hatte, forderte beide Länder auf, das UN-Team mit Geheimdienst-Informationen zu versorgen. Das Allerwichtigste wäre, wenn Regierungen wie die britische oder amerikanische Orte benennen könnten, von denen sie überzeugt seien, dass dort Massenvernichtungswaffen lagerten. "Das ist es, was wir haben wollen", bekräftigte Blix.

Der 72-jährige Schwede betonte weiter, die Inspekteure würden zwar bei vielen Hintergrundgesprächen darüber informiert, was die Länder glaubten, dass der Irak besitze. Was man aber wirklich brauche seien Angaben, wo die Waffen gelagert seien. "Sie (die USA und Großbritannien) haben alle Methoden zur Telefonüberwachung, sie haben Spione, sie haben Satelliten, verfügen also über viele Quellen, die wir nicht haben." Blix bestätigte, dass es in der Frage einer besseren Informationsversorgung bereits "ermutigende" Gespräche in Washington und London gegeben habe.

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