Waffenruhe weitgehend eingehalten
Mazedonien: Friedensabkommen soll unterzeichnet werden

Die von der mazedonischen Regierung Sonntagabend erklärte Waffenruhe ist bis Montag weitgehend eingehalten worden. Nur in dem albanisch bewohnten Dorf Arancinovo bei Skopje gab es in der Nacht einen Zwischenfall: Nach Darstellung des Innenministeriums griffen albanische UCK-Rebellen Polizeistellungen an.

dpa SKOPJE/PRISTINA. Montagnachmittag wollten in Skopje Vertreter der größten Parteien der mazedonischen Slawen und Albaner einen von der Europäischen Union (EU) und der Nato vermittelten Friedensplan unterzeichnen. Dazu wurden Nato-Generalsekretär George Robertson und der EU-Beauftragte für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, in Skopje erwartet. Das Rahmenabkommen über Verfassungsänderungen soll der albanischen Minderheit größere Rechte geben. Nach der Unterzeichnung wollten Robertson und Solana vor die Presse treten.

Der Nato-Botschafter in Skopje, Hansjörg Eiff, zeigte sich zuversichtlich, dass bis Mittwoch auch eine Lösung für die Entwaffnung der UCK-Rebellen gefunden werde. Die UCK fordert als Voraussetzung eine Amnestie. Wenn die Entwaffnungsfrage gelöst sei, könnten "zehn bis 14 Tage später" NATO-Truppen in Mazedonien einrücken, um das Einsammeln der Waffen zu übernehmen, sagte Eiff im Info-Radio Berlin.

Die Kosovo-Friedenstruppe KFOR teilte am Montag in Pristina mit, sie habe am Vortag nahe der Grenze zu Mazedonien 17 mutmaßliche Angehörige der UCK festgenommen. Die Männer hätten Fernmeldeausrüstung, 60 Schlafsäcke, Stiefel und kugelsichere Westen bei sich gehabt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%