Wahlbeteiligung auf Rekordtief
September 2009

Ein 50jähriger wird auf einem Münchner S-Bahnhof von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt, Dieter Althaus tritt in Thüringen zurück, Kritik am dem von der Bundeswehr angeordneten Luftangriff in Afghanistan wird laut. Bei der Bundestagswahl erleidet die SPD eine herbe Niederlage.

1.9.: Auf der Westerplatte in Danzig nehmen mehrere Staats- und Regierungschefs an einer Gedenkstunde zum 70. Jahrestag des deutschen Angriffs auf Polen teil, mit dem der Zweite Weltkrieg begann. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekennt sich zur „immerwährenden geschichtlichen Verantwortung Deutschlands“.

Das Essener Amtsgericht eröffnet das Insolvenzverfahren gegen den Handelskonzern Arcandor. Dessen Vorstandschef Karl-Gerhard Eick verlässt das Unternehmen mit einer Abfindung von 15 Millionen Euro.

Die finanziell schwer angeschlagene Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verkündigte die tiefsten Einschnitte in der Unternehmensgeschichte: 2500 Stellen sollen bis zum Jahr 2013 gestrichen und rund 700 Millionen Euro jährlich in den nächsten vier Jahren eingespart werden.

2.9.: Nach der Verschrottung von zwei Millionen Autos ist der Fünf-Milliarden-Etat für die Abwrackprämie aufgebraucht. Die Prämie gehörte zu den Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Wirtschaftskrise. Für den deutschen Automarkt wurde dadurch 2009 vom Krisen- zum Rekordjahr mit wohl mehr als 3,7 Millionen verkauften Autos. Fachleute warnen nun vor einem drastischen Einbruch 2010.

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 auf der indonesischen Insel Java kommen mindestens 57 Menschen ums Leben.

Bei einem Bombenanschlag in der afghanischen Provinz Laghman werden 23 Menschen getötet, unter ihnen der stellvertretende Geheimdienstchef Abdullah Laghmani.

3.9.: Der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus kündigt nach der Niederlage bei der Landtagswahl seinen Rücktritt an.

Bundeswehrsoldaten erschießen in einem Gefecht mit Taliban-Kämpfern in der Nähe von Kundus mindestens drei Aufständische.

Porsche reagiert erstmals mit Kurzarbeit auf seine anhaltende Absatzkrise. An insgesamt 18 Tage bis Jahresende wird in den Werken des Sportwagenbauers kurzgearbeitet. Rund 2500 Beschäftigte am Hauptstandort in Stuttgart-Zuffenhausen sind davon betroffen.

Mit der Übernahme der Austrian Airlines steigt die Lufthansa zur größten Fluggesellschaft in Europa auf. Nach monatelangen Verhandlungen besiegeln beide Unternehmen ihren Zusammenschluss.

4.9.: Nach der Entführung von zwei Tanklastwagen durch Taliban-Kämpfer bei Kundus fordert die Bundeswehr in Afghanistan Luftunterstützung an. Bei dem Bombardement durch US-Kampfflugzeuge kommen mehr als 70 Menschen ums Leben.

5.9.: Nach dem Luftangriff in Afghanistan sieht sich Deutschland auf einem EU-Außenministertreffen in Stockholm mit scharfer Kritik konfrontiert. Der französische Außenminister Bernard Kouchner kritisiert den Angriff als „großen Fehler“. Verteidigungsminister Franz Josef Jung betont, dass bei dem Angriff ausschließlich Taliban-Kämpfer getötet worden seien.

Auf der größten Anti-Atom-Demonstration seit über 20 Jahren fordern mehrere zehntausend Menschen in Berlin den weltweiten Verzicht auf Kernenergie.

Beim Untergang eines Ausflugsdampfers auf dem Ohrid-See in Mazedonien kommen 15 Touristen ums Leben.

6.9.: Bei einem Brand in einem Duisburger Mehrfamilienhaus kommen vier Bewohner ums Leben, darunter drei Kinder. Verursacht wurde das Feuer von einem sechsjährigen Jungen.

7.9.: Verteidigungsminister Jung schließt zivile Opfer bei dem Angriff auf zwei Tanklaster in Afghanistan nicht mehr aus und lehnt gleichzeitig einen Rücktritt ab.

Die israelische Regierung bewilligt den Bau von 366 Wohnungen für jüdische Siedlungen im Westjordanland, obwohl die USA einen Baustopp gefordert haben.

8.9.: Die Nato bestätigt, dass es bei der von der Bundeswehr angeforderten Bombardierung von Tanklastwagen in Afghanistan zivile Opfer gegeben hat.

Der Bundestag hebt die Immunität des früheren SPD-Abgeordneten Jörg Tauss auf und macht damit den Weg frei für eine Anklageerhebung wegen Kinderpornografie.

Drei Wochen nach der Präsidentschaftswahl in Afghanistan veröffentlicht die Wahlkommission ein Zwischenergebnis, wonach Amtsinhaber Hamid Karsai mit 54 Prozent der Stimmen in Führung liegt. Die Wahlbeschwerdekommission spricht jedoch von „klaren und überzeugenden Hinweisen auf Betrug“.

Bei Überschwemmungen im Nordwesten der Türkei kommen mindestens acht Menschen ums Leben.

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