Wahlen
Die wichtigsten Fakten zu Frankreich

Reuters PARIS. In Frankreich wird am 9. und 16. Juni die neue Nationalversammlung gewählt. Um die 577 Sitze bewerben sich rund 8 400 Kandidaten; mehr als je zuvor.

Reuters PARIS. In Frankreich wird am 9. und 16. Juni die neue Nationalversammlung gewählt. Um die 577 Sitze bewerben sich rund 8400 Kandidaten; mehr als je zuvor.

Bevölkerung:
Rund 60,4 Millionen Menschen leben in Frankreich und seinen acht Departements und Territorien in Übersee. Allein elf Millionen Menschen leben in der Region um die Hauptstadt Paris.

Politisches System:
Frankreich ist eine Republik mit einer parlamentarischen Demokratie. Die Fünfte Republik wurde 1958 gegründet, als General Charles de Gaulle zum Präsidenten gewählt wurde und er die Verfassung änderte.

Regierung:
Staatsoberhaupt ist der Präsident, der den Ministerpräsidenten ernennt. Alle fünf Jahre werden Parlamentswahlen abgehalten und die Regierung bestimmt. Präsident Jacques Chirac von der konservativen RPR wurde im Mai für eine zweite Amtszeit gewählt. Herausforderer Lionel Jospin, der in der ersten Runde unterlag, legte sein Amt als Ministerpräsident nieder. Chirac setzte für eine Übergangszeit Jean-Pierre Raffarin als Ministerpräsidenten ein. Er will nach der Wahl in dem Amt bleiben.

Wahlberechtigte:
Das Wahlalter beträgt 18 Jahre. Rund 40 Millionen Franzosen sind berechtigt, ihre Stimme abzugeben.

Fläche:
Das Staatsgebiet erstreckt sich über mehr als 550.000 Quadratkilometer einschließlich der Inseln in Übersee und der Mittelmeerinsel Korsika. Das Mutterland grenzt an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Italien, Spanien und den Pyrenäenstaat Andorra.

Religion:
Frankreich ist ein säkularer Staat, die große Mehrheit der Bevölkerung ist römisch-katholischen Glaubens. Rund fünf Millionen Menschen sind Moslems und rund 600 000 Juden.

Wirtschaft:
Das französische Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2000 rund 1404 Milliarden Euro. Im Jahr 2001 wuchs das BIP um zwei Prozent, im Vorjahr waren es 3,1 Prozent. Im laufenden Jahr wird ein Wachstum von 1,4 bis 1,6 Prozent erwartet. Frankreich ist Nettoexporteur und rangiert beim BIP weltweit auf Rang vier.

Schlüsselindustrien:
Frankreich ist der größte Produzent landwirtschaftlicher Güter in der Europäischen Union (EU) und nach Italien der zweitgrößte Weinproduzent der Welt. Zu den Schlüsselbranchen der Wirtschaft gehören die Nahrungsmittelindustrie, die Bauwirtschaft, die Autoindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie, der Tourismus und die Produktion von Luxusgütern.

Geschichte:
Frankreich unterzeichnete 1957 die Römischen Verträge und gehört damit zu den Gründerstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), dem Vorläufer der EU. Mit der Einführung des Euro als Bargeld im Januar 2002 wurde der Französische Franc abgeschafft.

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