Wahlfälschungen
Proteste in Aserbaidschan nach Parlamentswahlen

dpa BAKU/MOSKAU. In dem Kaukasus-Staat Aserbaidschan fordert die Opposition eine Annullierung der Parlamentswahl wegen massenhafter Wahlfälschungen durch die Regierungspartei. Nach einer Protestkundgebung mit bis zu 60 000 Menschen in Baku am Samstag hielt die aserbaidschanische Polizei den Sekretär der Oppositionspartei Musawat, Arif Gadschijew, am Sonntag für mehrere Stunden fest, meldete die Agentur Interfax.

Die herrschende Partei Neues Aserbaidschan, geführt vom Staatspräsidenten Geidar Alijew und dessen Sohn Ilcham, hatte nach der Wahl vom 5. November einen Sieg mit 62,46 % der Stimmen für sich in Anspruch genommen. Ausländische Beobachter beklagten grobe Wahlrechtsverstöße. Dem offiziellen Ergebnis zufolge gelang nur der Volksfront Aserbaidschans, der Partei der Bürgersolidarität und den Kommunisten knapp der Einzug in die Medschlis.

Gadschijew, einer der Organisatoren der Kundgebung in Baku, wurde von der Polizei zu Protestaktionen in anderen Teilen des Landes befragt. In der Stadt Scheki im Norden des Landes war am Samstag eine Kundgebung der Opposition in gewalttätige Ausschreitungen gegen die Kreisverwaltung umgeschlagen. Etwa 15 Polizisten wurden nach offiziellen Angaben verletzt, mehrere Autos wurden in Brand gesteckt.

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