Wahlgesetz sieht für Stimmengleichheit Losentscheid vor
Pokerspiel könnte Wahlausgang in New Mexico entscheiden

afp SANTA FE. Im US-Bundesstaat New Mexico könnte die Präsidentschaftswahl durch ein Pokerspiel entschieden werden. In dem im Südwesten gelgenen Bundesstaat gilt ein jahrzehntealtes Wahlgesetz, das bei Stimmengleichheit der Präsidentschaftsbewerber die Entscheidung durch das Aufdecken von Spielkarten oder durch eine Runde Poker vorsieht. Die Regelung sei in den vergangenen Jahren vor allem bei Kommunalwahlen angewandt worden, teilte die staatliche Wahlbehörde am Mittwoch (Ortszeit) mit. Aber auch bei einem Patt zwischen zwei Bewerbern für das Parlament des Bundesstaates habe vor zwei Jahren das Glücksspiel entschieden.

Nach einer Neuauszählung der Stimmen lag der republikanische Präsidentschaftsanwärter George W. Bush in New Mexico offiziellen Angaben zufolge mit nur vier Stimmen knapp vor seinem Rivalen Al Gore von den Demokraten. Als Folge eines Fehlers bei der Auszählung in Las Cruces sollen Gore jedoch 500 zusätzliche Stimmen zugesprochen werden. Zuvor hatte der Demokrat mit einem Vorsprung von 9 575 Wählerstimmen als Sieger in New Mexico gegolten. Da in New Mexico nur fünf Wahlmännerstimmen vergeben werden, hat das Ergebnis in dem Bundesstaat keinen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Wahl.

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