Wahljahr 2004
Die Grünen vor der Wahl in Hamburg

Die Grünen befinden sich im Gegensatz zu ihrem Koalitionspartner SPD bundesweit im Aufwind.

HB HAMBURG.Bei aktuellen Umfragen liegt die Partei Bündnis 90/Die Grünen stabil bei bis zu elf Prozent. Bei der vorgezogenen Wahl in Hamburg hofft die in der Hansestadt als GAL (Grüne Alternative Liste) firmierende Partei auf Stimmengewinne und eine rot-grüne Mehrheit.

Der Aufwärtstrend hatte nach einer Serie von Wahlverlusten mit den vier Landtagswahlen im Jahr 2003 begonnen. In Hessen steigerten sich die Grünen im Februar 2003 auf 10,1 Prozent. Auch in Niedersachsen legten sie im selben Monat auf 7,6 Prozent zu. Allerdings konnte der grüne Aufstieg in beiden Ländern die hohen SPD-Verluste nicht ausgleichen, so dass keine rot-grünen Bündnisse zu Stande kamen. Im Mai erzielte die Partei in Bremen 12,8 Prozent. Mit 7,7 Prozent erreichte sie im September ihr bisher bestes Ergebnis für Bayern und blieb dritte parlamentarische Kraft in diesem Bundesland.

Bei der Bundestagswahl am 22. September 2002 hatten die Grünen 8,6 Prozent erreicht und damit die rot-grüne Regierungskoalition gerettet. Zur Zeit sind sie außer im Europaparlament noch in zehn der 16 Landtage und in den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen sowie Schleswig-Holstein vertreten. Bei den Landtagswahlen 2004 erhofft sich die Öko-Partei den Einzug in die Landtage von Thüringen, Saarland, Sachsen und Brandenburg.

Nach Jahren interner Flügelkämpfe zieht die mit rund 44 200 Mitgliedern seit 2002 relativ stabil gebliebene Partei weitgehend an einem Strang. Auch wenn sich die Grünen mit der Billigung militärischer Auslandseinsätze der Bundeswehr vom reinen Pazifismus verabschiedet haben, bleiben sozialer Ausgleich, Ökologie und multikulturelles Zusammenleben weiterhin angestammte Themen.

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