Wahljahr 2004: Die Schill-Partei vor der Wahl in Hamburg

Wahljahr 2004
Die Schill-Partei vor der Wahl in Hamburg

Nach ihrem rasanten Start 2001 hat sich die Schill-Partei schnell selbst ins Abseits manövriert.

HB HAMBURG. Der Hamburger Amtsrichter Ronald Barnabas Schill gründete die Partei Rechtsstaatlicher Offensive am 13. Juli 2000. Kaum 14 Monate später gelang ihr bis heute größter Triumph: Am 23. September 2001 zog sie mit 19,4 Prozent in die Hamburger Bürgerschaft ein und wurde zweitstärkste Regierungspartei in einer Koalition mit CDU und FDP.

Nachdem Bürgermeister Ole von Beust (CDU) seinen Innensenator Schill im August 2003 entlassen hatte, wurde der einstige Shooting- Star auch in der eigenen Partei schnell zum Außenseiter. Am 6. Dezember wurde Schill zwar noch als Landesvorsitzender in Hamburg bestätigt, kurze Zeit später folgten aber sein Rauswurf aus der Bürgerschaftsfraktion und der Partei.

Nach der Spaltung verbündete sich Schill mit dem Millionär Bolko Hoffmann und tritt jetzt als "Pro Deutsche Mitte/Schill" zur Bürgerschaftswahl am 29. Februar an. Seine einstigen Weggefährten konkurrieren mit Schill um die Wählergunst unter dem angestammten Namen Partei Rechtsstaatlicher Offensive.

Die bundesweite Mitgliederzahl beträgt nach Parteiangaben derzeit knapp 4 900, in Hamburg sind es nur noch 750. Schills neue ProDM/Schill hat nach eigenen Angaben 80 Mitglieder.

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