Wahlkampf-Abschluss
Stoiber ist siegessicher und attackiert Däubler-Gmelin

Bei der Wahlkampf-Abschlussveranstaltung zeigte sich der Unionskandidat zuversichtlich für den Wahlsonntag: "Jede Stunde bringt die Union nach vorn."

dpa BERLIN. Mit scharfen Attacken auf Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) hat Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) den Wahlkampf von CDU und CSU abgeschlossen. "Jede Stunde, die diese unsägliche Frau im Amt ist, ist ein Schaden für Deutschland", rief Stoiber am Freitagabend in der mit mehreren tausend Zuschauern gefüllten Max-Schmeling-Halle in Berlin. Stoiber zeigte sich fest vom Wahlsieg überzeugt: "Jede Stunde bringt die Union nach vorn."

Ein Vergleich von US-Präsident George W. Bush mit Adolf Hitler schädige Deutschland nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich, sagte Stoiber. Auch die amerikanische Bevölkerung beginne, die Vorgänge zu registieren. Nach einem Bericht des "Schwäbischen Tagblatts" hatte die Ministerin in einer Diskussion die Irak-Politik von Bush mit den Methoden Hitlers verglichen. Däubler- Gmelin hatte die Vorwürfe am Freitagabend vor Journalisten in Berlin zurückgewiesen und einen Rücktritt abgelehnt.

CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer warf Däubler-Gmelin vor, die Öffentlichkeit mit den Erklärungen zu ihrem angeblichen Bush-Hitler- Vergleich getäuscht zu haben. Die Ministerin habe "gelogen, dass sich die Balken biegen". Unter dem Jubel seiner Anhänger setzte sich der CSU-Chef nochmals von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ab. "Unser Land braucht nicht Schauspielerei, sondern Kompetenz." Und weiter: "Ich bewerbe mich um die Nachfolge des Bundeskanzlers und nicht um die von Thomas Gottschalk."

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