Wahlkampf in Thüringen
Althaus will Vogel nacheifern

Wer in diesen Tagen in Thüringen unterwegs ist, sieht auf Plakaten immer wieder ein glücklich lächelndes Paar. Ministerpräsident Dieter Althaus mit seiner Frau Katharina inmitten grüner Landschaft. Es ist Landtagswahlkampf, und der 45 Jahre alte CDU-Politiker macht ganz auf Heimat.

HB ERFURT. "In Thüringen gern zu Hause" heißt das Motto des Plakats. Seine Partei kommt darauf nicht vor, doch das ist gewollt, ihr Wahlkampf ist ganz auf Althaus zugeschnitten. "Ich bleibe Ministerpräsident", sagt der selbstbewusst. Am 13. Juni fällt die Entscheidung, dann steht neben der Europa- auch die Landtagswahl an.

Der Ministerpräsident hat ein ehrgeiziges Ziel - er will seinem Vorgänger und "Ziehvater" Bernhard Vogel nacheifern und die absolute Mehrheit verteidigen. Unter Vogel kam die CDU 1999 auf 51 % und regiert seitdem allein. Althaus ist seit einem Jahr Ministerpräsident, steht Vogel aber in der Bekanntheit kaum noch nach - wohl auch, weil er gern gesehener Gast in Talkshows ist. Dennoch: Die Umfragen sehen die CDU mit 45 bis 48 % zwar vorn, eine absolute Mehrheit ist aber nicht sicher. Zudem schwelt im Land ein Streit um hohe Wasser- und Abwasserabgaben - den will Althaus mit der Ankündigung gerechterer Beiträge entschärfen.

Gleich zwei Herausforderer wollen ihm seinen Posten streitig machen: SPD-Landeschef Christoph Matschie und der PDS-Fraktionsvorsitzende Bodo Ramelow. Matschie hat sich den Formel-1- Piloten Michael Schumacher zum Vorbild genommen: "Am Ende gewinnen immer die Roten", sagt der 42-Jährige. Einer rot-roten Koalition hat er aber bereits eine Absage erteilt. Ramelow hofft, erster PDS - Ministerpräsident zu werden. Im Gegensatz zu Matschie, der in Berlin Parlamentarischer Forschungsstaatssekretär ist, schimpft er auf die Reformen der Bundesregierung. Das klingt nicht unbedingt nach einem "Dream-Team" für einen Regierungswechsel.

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