Wahlkampf vorgezogen
Umfragen alarmieren SPD-Spitze

Die Nerven bei der SPD liegen blank: Erstmals hat die Spitze der Partei eingeräumt, sich erhebliche Sorgen wegen schlechter Umfrageergebnisse zu machen. Auf Drängen von Bundeskanzler Gerhard Schröder starten die Sozialdemokraten deshalb überraschend schon am 5. August in die "heiße Wahlkampfphase".

HB/ink BERLIN. Der 18 Tage frühere Start wird nun als nötig erachtet, um das in den vergangenen Wochen laut Meinungsumfragen abgesackte Ansehen sowohl der SPD als auch Schröders zu korrigieren. SPD-Generalsekretär Franz Müntefering machte für das Stimmungstief die Personalquerelen bei der Deutschen Telekom und die Debatte um den dann entlassenen Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping verantwortlich.

Laut Müntefering habe die SPD zurzeit "in allen Gebieten Deutschlands" ein Mobilisierungsproblem. Ausdrücklich nahm der Generalsekretär den nordrhein-westfälischen Landesverband vor Vorwürfen aus der SPD-Wahlkampfzentrale in Berlin in Schutz, an Rhein und Ruhr werde zu wenig für einen Wahlsieg Schröders gekämpft.

In dem nun vorgezogenen Wahlkampf will die SPD aber bei ihrer inhaltlichen Festlegung und den Themenschwerpunkten bleiben. Kernstück der Debatte sollen deshalb weiter die Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform der Arbeitsmärkte sein. Zudem werde die SPD noch gezielt den Mittelstand umwerben, kündigte Müntefering an.

Quelle: Handelsblatt

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