Wahlkampfabschluss
Fischer: Wahl ist Richtungsentscheidung

Der grüne Außenminister fuhr zum Abschluss des Wahlkampfes schwere Attacken gegen Stoiber wie auch gegen die FDP.

ddp BERLIN. Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sieht die Bundestagswahl als "Richtungsentscheidung für die kommenden vier Jahre". Die Alternativen seien klar, sagte der Grünen-Spitzenkandidat beim Wahlkampfabschluss seiner Partei am Freitagabend vor 2500 Anhängern im neu erbauten Tempodrom in Berlin. Dazu habe nicht zuletzt FDP-Vize Jürgen Möllemann in den vergangenen Tagen "auf schlimme Art und Weise" beigetragen.

Fischer warf Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) vor, als "doppelter Edmund" eine Doppelstrategie zu fahren. Stoiber sage als Kanzlerkandidat das eine und tue gleichzeitig als bayerischer Ministerpräsident das genaue Gegenteil. So habe Stoiber angekündigt, bei einem Wahlsieg das Gesetz über die Homoehe nicht abzuschaffen, während er zugleich als Ministerpräsident in Karlsruhe dagegen klage.

Das gleiche sei beim Atomausstieg der Fall. Stoiber solle "ehrlich sagen", was er wolle, verlangte Fischer. In Wirklichkeit stehe der CSU-Chef "für eine Politik zurück zu Helmut Kohl, eine Politik, die 1998 abgewählt wurde".

Den Liberalen hielt er vor, durch die Debatte von FDP-Vize Möllemann den Versuch zu unternehmen, "von Haider und anderen Rechtspopulisten zu lernen". Erstmals sei versucht worden, mit Antisemitismus Wählerstimmen zu fangen. Hier müsse ein klarer Trennungsstrich gezogen werden. "Und solange der nicht gezogen ist, ist die FDP nicht wählbar", sagte Fischer. Zugleich warnte er, Wählerstimmen für die PDS würden eine große Koalition ermöglichen.

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