Wahlsieg der Koalition
Weißes Haus reagiert verhalten

Das Weiße Haus hat auf den Wahlsieg der rot-grünen Koalition verhalten reagiert, aber zugleich die Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekundet. "Die deutschen Wähler haben gesprochen. Die USA werden mit der Bundesregierung in Fragen von gemeinsamem Interesse zusammenarbeiten", sagte ein Sprecher am Montag in Washington.

HB/dpa WASHINGTON. Unterdessen teilte das US-Außenministerium mit, dass Bundesaußenminister Joschka Fischer am Vormittag mit seinem US- Kollegen Colin Powell telefoniert habe. Dabei sei es auch um einige der Themen gegangen, die während des Wahlkampfes für Irritationen gesorgt hatten.

Auf die Frage, ob Powell seinem deutschen Kollegen dabei zum Wahlsieg gratuliert habe, antwortete Boucher, er könne nicht mehr dazu sagen. Dies sei eine "spezielle Angelegenheit". Boucher äußerte sich im weiteren ähnlich verhalten wie das Weiße Haus über den Wahlsieg der Koalition. Mit deutlich klareren Worten begrüßte er dagegen den Wahlausgang in der Slowakei.

US-Präsident George W. Bush hatte bis Mittag (Ortszeit) Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) noch nicht zum Wahlsieg offiziell gratuliert. Der Sprecher sagte auf die Frage nach einem Glückwunschanruf, er habe dazu nichts zu berichten.

Zuvor hatte das Weiße Haus signalisiert, dass es die Entschuldigung von Bundeskanzler Schröder für den angeblichen Vergleich von Bush mit Adolf Hitler durch Justizministerin Herta Däubler-Gmelin als nicht ausreichend betrachtet. "Es las sich wirklich nicht wie eine Entschuldigung", sagte Sprecher Ari Fleischer.

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