Wahlsplitter
Ströbele top - Scharping und Riester flop

Der ehemalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping (54) hat das Direktmandat in seinem Wahlkreis Montabaur verloren. Der rheinland-pfälzische Spitzenkandidat der SPD bekam 38,5 Prozent der Erststimmen. Der Gewinner des Wahlkreises Montabaur ist der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat Joachim Hörster (57) mit 45,9 Prozent.



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Als erster Grünen-Politiker überhaupt hat Hans-Christian Ströbele bei einer Bundestagswahl ein Direktmandat errungen. Nach Auszählung von rund drei Viertel der Stimmen kam der zum linken Flügel seiner Partei zählende Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Friedrichshain/Kreuzberg auf 31,5 Prozent. Der Direktkandidat der SPD, Andreas Mathae, erreichte 29,8 Prozent.



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Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) hat im Wahlkreis Göppingen gegen den CDU-Kandidaten Klaus Riegert verloren. Bereits 1998 war der baden-württembergische Wahlkreis an Riegert gefallen, allerdings mit dem hauchdünnen Vorsprung von 31 Stimmen. Am Sonntag erhielt Riegert 48 Prozent der Erststimmen (1998: 42,4 Prozent). Riester erhielt 39,7 Prozent (1998: 42,3 Prozent).



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Der CSU-Kandidat Georg Girisch hat in seinem Wahlkreis Weiden in der Oberpfalz den Chef der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler, deutlich hinter sich gelassen. Stiegler erreichte nach Angaben des Bundeswahlleiters vom Sonntagabend 35,5 Prozent der Erststimmen, Girisch 59,2 Prozent.



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Im Wohnort Wolfratshausen des Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber hat die CSU mit 63,35 Prozent der Stimmen besser abgeschnitten als im bayerischen Landesdurchschnitt (60,7). Die SPD kam in der 17 000 Einwohnerstadt nach dem vorläufigen Ergebnis auf 21 Prozent (23,9).



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Industriepräsident Michael Rogowski hielt der FDP am späten Sonntagabend vor: "Sie selbst hat die Wende versaut." Sie habe versäumt, mit den ernsten Themen Hochwasser und Irak-Krieg rechtzeitig die Rolle als Spaßpartei aufzugeben. Zudem hätte sie sich frühzeitig für einen Koalitionspartner entscheiden müssen, sagte Rogowski.

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