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Wahlverlierer Gore erhielt 540.000 Stimmen mehr als Bush

Bush wird damit der vierte Präsident in der US-Geschichte, der nur die Mehrheit der entscheidenden Wahlmännerstimmen hat, nicht aber auch die Mehrheit der Stimmen bei der Volkswahl.

ap WASHINGTON. US-Vizepräsident Al Gore hat bei der Präsidentenwahl einen Vorsprung von mehr als 500 000 Stimmen gegenüber dem Wahlsieger George W. Bush erzielt. Wie aus den der Nachrichtenagentur AP vorliegenden Endergebnissen aus den 50 Staaten hervorgeht, erhielt Gore genau 539 947 Stimmen mehr als Bush. Der Staats- und Regierungschef der Vereinigten Staaten wird allerdings nicht direkt vom Volk gewählt, sondern indirekt über ein Wahlkollegium. Bush wird damit der vierte Präsident in der US-Geschichte, der nur die Mehrheit der entscheidenden Wahlmännerstimmen hat, nicht aber auch die Mehrheit der Stimmen bei der Volkswahl.

Die Zahl der Wahlmänner, die jeder Staat stellt, richtet sich nach der Zahl der Kongressmitglieder (Abgeordnete des Repräsentantenhauses plus Mitglieder des Senats). Das bedeutet, dass die bevölkerungsreichen Staaten mehr Wahlmänner stellen als die Staaten mit geringer Bevölkerung. Dabei fallen dem in einem Staat siegreichen Präsidentschaftskandidaten alle Wahlmänner dieses Staates zu, egal wie knapp sein Vorsprung ist. Den am Donnerstag vorgelegten Zahlen zufolge erhielt Gore 50 996 116 Stimmen, Bush bekam 50 456 169.



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