Wahlversprechen nicht gehalten
Lafontaine wirft Schröder Wortbruch vor

Die sozialdemokratischen Abgeordneten würden bei der Durchsetzung der geplanten Sozialreformen gezwungen, das Gegenteil von dem zu sagen, was im Wahlkampf gegolten habe, kritisierte der Ex-Parteichef auf einem Kleinen Parteitag der Saar-SPD.

HB/dpa SAARBRÜCKEN. Der frühere SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine hat der SPD-Führung den Bruch von Wahlversprechen vorgeworfen. Die sozialdemokratischen Abgeordneten würden bei der Durchsetzung der geplanten Sozialreformen gezwungen, das Gegenteil von dem zu sagen, was im Wahlkampf gegolten habe, kritisierte Lafontaine am Donnerstag auf einem Kleinen Parteitag der Saar-SPD in Saarbrücken. Den Parteivorsitzenden, Bundeskanzler Gerhard Schröder, nannte er dabei nicht namentlich.

"Wenn uns die Mitglieder und Wähler weglaufen, dann ist etwas falsch an der Politik, und sie muss korrigiert werden." Es sei nicht mehr erkennbar, was die SPD noch von CDU und FDP unterscheide, sagte Lafontaine. "Wir müssen wieder klar machen, warum das S in unserem Parteinamen vorne steht."

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