„wait and see“
EZB lässt Leitzinsen unverändert

Der für die Refinanzierung der Geschäftsbanken maßgebliche Schlüsselzins beträgt weiterhin 3,25 Prozent. Anders als nach Zinsentscheidungen üblich wird die EZB am nach der Sitzung keine Pressekonferenz geben.

rtr FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen in der Euro-Zone am Donnerstag erwartungsgemäß unverändert gelassen. EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing hatte in der vergangenen Woche in einem Reuters-Interview noch die abwartende Haltung der Notenbank bekräftigt und sie mit "wait and see" beschrieben. Volkswirte und Finanzmärkte hatten keine Zinsänderung erwartet, da sich die Konjunktur bisher nicht so stark erholt wie zu Jahresbeginn angenommen und die Inflationsgefahren als nicht so groß bewertet werden.

Die meisten Analysten gehen weiter von einer Beschleunigung des Wachstums in den kommenden Monaten aus und rechnen mit einer Zinserhöhung gegen Jahresende oder Anfang nächsten Jahres. Doch den stärkeren Euro und den drastischen Kursverfall an den Aktienmärkten betrachten viele inzwischen als Gefahr für die Konjunktur, einige Banken haben ihre Wachstumsprognosen bereits etwas gesenkt. Auch den Zinskorridor für den Geldmarkt ließ die Zentralbank unverändert. Die Sätze dafür betragen weiterhin 2,25 Prozent für Übernachteinlagen der Banken bei der EZB und 4,25 Prozent für Übernachtkredite. Im vergangenen Jahr hatte die EZB angesichts der schwächelnden Konjunktur in der Euro-Zone und den damit schwindenden Inflationsgefahren den Schlüsselzins in vier Schritten um insgesamt 1,50 Prozentpunkte reduziert.

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