Wal-Mart legten um 9,1 % zu
Wall Street schließt nach Florida-Wahlentscheid uneinheitlich

Die US-Börsen haben am Montag nach der Entscheidung des US-Staates Florida, den Republikaner George W. Bush zum Sieger in dem für die Präsidentenwahl entscheidenden Bundesstaat zu erklären, uneinheitlich geschlossen.

Reuters NEW YORK. Während die Standardwerte des Dow-Jones Gewinne verzeichneten, vermochten die Technologiewerte nicht an die Kursrally vom vergangenen Freitag anzuschließen und beendeten die Sitzung im Minus.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss 0,72 % fester auf 10 546,07 Zählern. Der technologielastige Nasdaq Composite Index rutschte dagegen um 0,82 % ins Minus auf 2880,53 Zähler. Der marktbreitere S&P-500-Index verbesserte sich um 0,54 % auf 1348,98 Punkte.

Die Entscheidung des Bundesstaates Florida, den Republikaner George W. Bush zum Wahlsieger von Florida zu erklären, lässt nach Händlerangaben die Unsicherheit in den Märkten schwinden. "Es gibt Anzeichen von Erleichterung, dass die endgültige Entscheidung der Wahl näher rückt", sagte ein Händler. Die weitere Entwicklung werde auch weiterhin gespannt beobachtet, hieß es.

Am Sonntag hatte die Wahlkommission in Florida den Republikaner Bush nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zum Wahlsieger in dem südlichen Bundesstaat erklärt. Die Handauszählungen aus dem Bezirk Palm Beach wurden nicht mitgewertet, da diese nicht fristgerecht abgeschlossen wurden. Der Demokrat Al Gore hatte daraufhin rechtliche Schritte gegen das Florida-Ergebnis angekündigt.

Bei den Standardwerten des Dow-Jones verzeichneten nach Händlerangaben insbesondere Finanz-, Einzelhandels- und Pharmawerte Kursgewinne. Die Titel der weltgrößten Supermarktkette Wal-Mart legten um 9,1 % auf 49-5/16 $ zu. Die Sorgen der Anleger, die Weihnachtsverkäufe der Einzelhändler könnten durch das sich verlangsamende US-Wirtschaftswachstum beeinträchtigt werden, hätten sich gelegt, sagten Händler.

Der Pharmakonzern Merck gewann 2,5 % auf rund 92 $. Investoren erwarten von der nun wahrscheinlichen Wahl von George W. Bush zum 43. US-Präsidenten eine weniger kritische Politik gegenüber dem Pharmasektor als sie vom demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Al Gore zu erwarten wäre, sagten Marktteilnehmer.

Die Aktien von General Electric büßten 0,25 % auf rund 49 $ ein, nachdem das im Dow Jones notierte Unternehmen zuvor Jeffrey Immelt als Nachfolger für den 2001 ausscheidenden Konzern-Chef John Welch bekannt gegeben hatte.

Bei Umsätzen von rund 898 Mill. Aktien standen an der New York Stock Exchange 1545 Kursgewinner 1291 Kursverlierern gegenüber. Insgesamt wurden 3305 Titel gehandelt.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um 14/32 schwächer und brachten eine Rendite von 5,70 %.

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