Wal Mart soll Komplettübernahme erwägen
Haniel dementiert Verkaufabsicht von Metro-Anteilen

vwd DÜSSELDORF. Die Franz Haniel & Cie GmbH, Duisburg, hat eine angebliche Bereitschaft zum Verkauf ihrer Anteile an der Düsseldorfer Metro AG klar dementiert. Man stehe weiterhin zu dem Engagement an dem größten deutschen Einzelhandelskonzern, sagte eine Haniel-Sprecherin am Montag. Sie reagierte damit auf jüngste Presseberichte, wonach Haniel unter den drei Mehrheitsgesellschaftern als "Wackelkandidat" im Hinblick auf angebliche Übernahmeabsichten des weltgrößten Handelskonzerns Wal-Mart Stores Inc, Bentonville, gilt. An Haniel als Miteigentümer sei niemand mit Kaufanfragen herangetreten, dies treffe auch für Tesco plc, Cheshunt, zu.

Haniel, der Metro-Gründer Otto Beisheim und die Familie Schmidt-Ruthenbeck halten je ein Drittel der Anteile an der Metro Holding AG im schweizerischen Baar. Diese wiederum ist zu rund 60 % an der Metro AG in Düsseldorf beteiligt. Ein Sprecher des Konzerns sagte auf Anfrage, er könne nur die Aussage des Metro-Vorstandsvorsitzenden Hans-Joachim Körber wiederholen, dass es keine konkreten Gespräche mit Wal-Mart gebe. Dem US-Konzern wird zum einen Interesse an Metros Lebensmittelsparte nachgesagt - den SB-Warenhäusern Real und den Extra-Verbrauchermärkten, die für ein Viertel des gesamten Umsatzes stehen, aber wenig rentabel sind.

Die Sparte sei jetzt aber auf dem richtigen Weg, hatte Körber kürzlich auf der Hauptversammlung betont. Zum anderen soll Wal-Mart auch eine Komplettübernahme der Metro erwägen, die neben dem angestammten Abholgroßhandel noch Elektro- und Baumärkte (Media Markt/Saturn, Praktiker) sowie die Kaufhof-Warenhäuser umfasst. In Deutschland ist Wal-Mart bislang nur mit knapp 100 ehemaligen Wertkauf- und Intersparmärkten vertreten und hat damit einen Marktanteil von lediglich 1,5 %. Den von der "Lebensmittelzeitung" genannten angeblichen Gesamtkaufpreis von bis zu 21 Mrd $ dürfte den kapitalstarken US-Konzeren vor keine Probleme stellen.

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