Wal-Mart und Intel im Mittelpunkt
Gedämpfter Wochenstart an der Wall Street

Besonders dynamisch scheinen die Bullen zum Wochenauftakt noch nicht zu sein. Der Aktienmarkt muss in den ersten Handelsminuten leichte Verluste verbuchen: Angesichts der Umsatzwarnung, die der Chiphersteller Cypress Semiconductor kurz vor Börseneröffnung ausgesprochen hat, dennoch ein guter Start. Das Branchenumfeld habe sich nicht nennenswert verbessert, warnte das Management von Cypress. Auch sei mit einer Erholung erst Anfang 2002 zu rechnen. Der Umsatz hat sich alleine in den letzten sechs Monaten halbiert.

Während Intel die Analystenkonferenz noch bevorsteht, hat sich STMicroelectronics bereits in der vergangenen Woche den Fragen der Experten gestellt. Das Management bestätigte die Prognosen für das zweite Quartal, mit einem erwarteten Umsatzrückgang von voraussichtlich sechs bis 14 %. Die Credit Suisse empfiehlt die Aktie von STMicro mit einem Kursziel von 55 $ zum Kauf. Sehr sicher scheint sich der Analyst mit seinem Rat aber nicht zu sein. Schließlich warnt er in den letzten Zeilen seiner Studie, dass Investoren aufgrund des nachgebenden Branchenumfelds und der Bewertung am sicheren Ufer bleiben sollten. Eine merkwürdige Kaufempfehlung!

Eine ähnlich verwirrende Empfehlung kommt an diesem Montag aus dem Hause von J.P. Morgan. Die Investmentbank senkt die Ertrags- und Umsatzaussichten von Compaq Computer. Der Gewinn im zweiten Quartal soll statt fünf Cents nur zwei Cents pro Aktie betragen. Der zunehmende Preiskrieg mit Dell Computer und Gateway, ebenso wie die anhaltende Nachfrageflaute im Privatkundengeschäft wirken sich belastend aus. Und dennoch - die Kaufempfehlung wird aufrecht erhalten.

Neben Intel stehen im Dow Jones Index die Aktien von Wal-Mart und Exxon-Mobil im Mittelpunkt. Während Wal-Mart von dem positiven Verlauf der am Freitag abgehaltenen Analystenkonferenz profitiert, hat ExxonMobil einen neuen Großauftrag an Land gezogen. Gemeinsam mit RoyalDutch/Shell, BP und fünf weiteren Öl- und Gasförderern soll für 25 Mrd. Dollar die Gas-Förderung in Saudi Arabien ausgebaut werden. Davon erhält alleine ExxonMobil eine Tranche von 17 Mrd. Dollar.

In Anbetracht der Warnung, dürften Investoren mit Spannung auf die am Donnerstag anstehende Analystenkonferenz von Intel warten. Die Aktienexperten von Goldman Sachs vermuten, dass das Management die Prognosen zwar nicht weiter nach unten revidieren, aber darauf hinweisen wird, dass die obere Spanne der Erwartungen nicht erreicht werden kann. Da die Aktie das negative Nachrichtenumfeld bereits wiederspiegelt, hält Goldman Sachs die Aktie weiterhin für attraktiv. Auch die Analysten der Banc of America raten zum Einstieg. Es sei davon auszugehen, dass das Management nochmals darauf hinweisen wird, dass im zweiten Quartal der fundamentale Boden erreicht werden dürfte.

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