Waldbrände
Waldbrände bedrohen Millionenstadt Denver

40.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Die Flammenfront steht 16 Kilometer vor dem Stadtgebiet.

ap LAKE GEORGE.Die Waldbrände im US-Staat Colorado bedrohen die Millionenstadt Denver. Die Forstbehörde forderte am Montag etwa 40.000 Menschen am südwestlichen Rand der im Stadt auf, aus Sicherheitsgründen ihre Häuser zu verlassen. Die Flammen reichten bis auf 16 Kilometer an die Wohngebiete heran. Die Feuerwehrleute wurden angewiesen, sich dem immer schneller um sich greifenden Brand nicht entgegenzustellen.

Dem Brand, der im Pike National Forest ausgebrochen war, vernichtete bereits mehr als 24.000 Hektar Land, fast 3700 Häuser und mehrere Campingplätze wurden evakuiert. Das Feuer wurde offenbar von einem Lagerfeuer ausgelöst.

Starker Wind fachte die Flammen am Sonntag weiter an. Die Behörden hatten wegen der anhaltenden Dürre Lagerfeuer untersagt und teilweise sogar das Betreten der Wälder verboten. Ein weiteres Feuer wütete in Glenwood Springs im Westen des Staates. Dort schlugen die Feuerwehrleute eine Schneise um die Flammen, die bereits 24 Häuser zerstörten.

Der Wind ließ am Montag nach, so dass erneut Löschflugzeuge eingesetzt werden konnten. Gouverneur Bill Owens informierte sich in Glenwood Springs über die Arbeit der Feuerwehr und flog mit einem Flugzeug über Pike Forest hinweg. Er sprach von einer sehr ernsten Lage.

In Glenwood Springs gingen die Feuerwehrleute besonders umsichtig vor; bei einem ähnlichen Brand 1994 waren 14 ihrer Kollegen umgekommen. "Wir haben gelernt, dass man Häuser wieder aufbauen kann, aber wir wollen keine Leben verlieren", sagte Bürgermeister Rick Davis. Nach Angaben der Behörden entzündete sich das Feuer offenbar an unterirdischen Kohlevorkommen, die über Jahre hinweg gebrannt hatten.

Auch auf einem Gebirgskamm in 3000 Metern Höhe brachen Waldbrände aus. Im Südwesten von Colorado vernichteten die Flammen 2600 Hektar Wald. Zwei Campingplätze wurden geräumt, mehrere Wanderer wurden mit einem Hubschrauber aus der Gefahrenzone gebracht.

In Nordkalifornien konnten die Einwohner von Smartville wieder in ihre Häuser zurückkehren, aus denen sie am Sonntag vor einem Brand geflüchtet waren. Ein Sturm hatte einen Strommast umgerissen, an dem sich der trockene Boden entzündete. Der Brand war nach Angaben der Feuerwehr am Montag zur Hälfte unter Kontrolle. In New Mexiko dagegen fachte der Wind einen Brand immer weiter an. Hunderte Feuerwehrleute und mehrere Löschflugzeuge bemühten sich, die Flammen einzudämmen.

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