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Wall Steet zeigt sich zuversichtlich

Die Wall Street knüpfte am Morgen an die Kursgewinne vom Vortag an. Nach einem erfreulichen Handelsstart geben New Yorks wichtigen Aktienindizes zur Mittagszeit jedoch bereits wieder einen Teil der Gewinne ab. Gute Quartalsergebnisse und zuversichtlich stimmende Konjunkturdaten beflügeln die Märkte. Vor allem Computer- und Glasfasertitel können sich verbessern. Hewlett-Packard und Ciena sorgen auf den Märkten mit positiven Quartalsergebnissen und optimistischen Prognosen für frischen Wind.

Hewlett-Packard konnte am Mittwoch nach Handelsschluss erfreuliche Geschäftsergebnisse vorlegen. Der Computer- und Druckerhersteller erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Gewinn von 16 Cents pro Aktie. Damit konnte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten um drei Cents geschlagen. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Was das laufende Quartal betrifft, rechnet das Management mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres oder bis zu fünf Prozent darunter. In der bisherigen Prognose peilte Hewlett-Packard jedoch nur ein kaum verändertes Umsatzniveau an. Man geht davon aus, dass der Gewinn pro Aktie dennoch die Erwartungen von 23 Cents pro Aktie erreichen kann. Neben Hewlett-Packard notieren auch IBM und Dell im Plus. IBM freut sich neben dem allgemeinen Trend auch über einen Auftrag des Max Planck Institutes. Big Blue soll den größten Supercomputer Europas entwickeln. Das Papier ist zur Mittagsstunde einer der größten Gewinner des Dow Jones Index. Dell legt im Vorfeld der Quartalsdaten zu.

Nach Handelsschluss wird der Computerkonzern die jüngsten Geschäftszahlen vorlegen. Auch Chip- und Softwareaktien gewinnen an Wert. Größerer Beliebtheit erfreuen sich die Aktien von Glasfaser- und Netzwerkunternehmen.

Zu den meistgehandelten Aktien gehört Ciena. Der US-Hersteller von Glasfasertechnologie meldete einen Verlust für das zweite Quartal in Höhe von 17 Cents pro Aktie. Nach außerordentlichen Kosten konnte jedoch ein Gewinn von 20 Cents pro Aktie erzielt werden. Damit werden die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten um vier Cents übertroffen. Das Management bestätigt gleichzeitig die Wachstumsprognosen für das Fiskaljahr 2001. Auch JDS Uniphase notiert stärker.

Für die Aktie der Citigroup geht es gegen Mittag in die Verlustzone. Die Freude der Anleger über den Kauf der mexikanischen Bank hält sich in Grenzen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 12,5 Milliarden Dollar. Das Management geht dagegen davon aus, dass der Zukauf der Ertragslage der Citigroup bereits im ersten Jahr nach dem Zusammenschluss zugute kommen wird. Die Aktie zählt zur Mittagsstunde zu den größten Verlierern der Dow Jones Werte.

Aufwärts geht es für AOL Time Warner. Obwohl auf das Unternehmen durch die Fusion mit Time Warner ein Kostenberg von rund einer Milliarde Dollar zukommt, tendiert die Aktie freundlich. Der Großteil der aufgelaufenen Restrukturierungskosten ergibt sich durch den Arbeitsplatzabbau. Am Ende des Jahres sollen elf Milliarden Dollar in Cash verfügbar sein. Analysten zeigten sich überrascht über die Höhe der Kosten, werteten den Arbeitsplatzabbau aber positiv für die Unternehmensentwicklung. AOL hat Time Warner für 124 Milliarden Dollar übernommen, die Akquisition wurde im Januar abgeschlossen.

Dass es der Wirtschaft nicht mehr ganz so schlecht geht, wie bisher befürchtet, zeigen die veröffentlichten Konjunkturdaten am Donnerstag. In der vergangenen Woche ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung auf 380 000 und damit auf das niedrigste Niveau seit März zurück. Auch wenn die nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft noch etwas länger auf sich warten lassen wird. Der Trend stimmt bereits wieder.

© Wall Street Correspondents Inc.

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